Wir müssen auf die Tabelle schauen. Aber auch unsere Hausaufgaben machen.

Tomas Oral betont immer wieder, er blicke nicht auf die Tabelle. Dieser Ansicht muss man in vielerlei Hinsicht widersprechen.

Tomas Oral möchte seine Mannschaft schützen und möchte nicht noch mehr Druck aufbauen. Doch trotz komfortabler Tabellensituation, ist der Druck durchaus groß. Der Aufstieg ist Pflicht. Sowohl aus sportlicher, auch als finanzieller Sicht.

Doch der Blick auf die Tabelle ist wichtig und nötig. Denn ein Skifahrer kann auch nicht die Skipiste runter rasen um am Ende festzustellen: für den 2. Durchgang hat es knapp nicht gereicht. Aber wenigstens war dein Lauf ohne Druck. 

Die 3. Liga ist mega ausgeglichen. Jeder kann jeden schlagen. Selbst Dynamo Dresden ließ zuletzt federn. Außerdem zerfleddern zahlreiche Nachholspiele, das Tabellenbild. Ohne „nachrechnen“ und „eins gemerkt“ lässt sich kein vernünftiges Tabellenbild mittlerweile ermitteln. 

Aber diese Rückrunde unterscheidet sich elementar zur Letzten. Denn die Restart-Runde in der vergangenen Saison wurde in fast nur englischen Wochen durchgezogen. Wer am fittesten und einigermaßen beständigsten gespielt hat, kam am Ende durch. Das ist dieses Mal anders. Zwar ist besonders im Januar das Pensum hoch. Allerdings normalisiert sich der Spielbetrieb allmählich wieder (sofern der FCI von eigenen Coronafällen und Fällen in anderen Vereinen „verschont“ bleibt).

Florian Zehe (Technischer Direktor) hat es in Hinsicht auf den Kader bei Magenta Sport, richtig gesagt. Rico Preißinger, Tobias Schröck und Marcel Gaus werden wieder fit werden. Und werden wohl wichtige Faktoren für die Rückrunde. 

Der Kader ist auf vielen Positionen recht breit aufgestellt. Hier kann, auch wegen der Wiedereinführung der fünf Wechsel, eine gute Belastungssteuerung vorgenommen werden. 

Das Spiel gegen den Halleschen FC war ein klassisches Drittliga-Spiel, bei der keine Mannschaft entscheidend besser war. Das Remis ist kein Beinbruch. Doch die Mannschaft braucht in manchen Momenten einfach mehr Entschlossenheit und Galligkeit. Die letzte Gier fehlt noch ein bisschen. Denn in entscheidenden Momenten, gelang es dem Team bisher nicht, den Vorsprung auf die Verfolger zu vergrößern. Das Gute ist, Dynamo Dresden gelang es auch nicht. Aber genau jenes Polster aufbauen, wird im laufenden Saisonverlauf noch richtig wichtig. 

Und gute Standardsituationen sind auch oft ein Faktor. Die Schanzer sind nach Aussage vom Coach hier variabler geworden. Variabel sein ist das eine. Tore daraus zu erzielen, ist aber das Andere. 

Es bleibt weiter spannend in Liga 3. Die Spannung oben könnten die Schanzer rausnehmen.

Bilder: Roland Geier

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