Reißt das Ruder endlich rum!

Ja da waren zwei Elfmeter. Krasse Fehlentscheidungen. Ja, das waren durchaus spielentscheidender Szenen. Hätte, hätte Fahrradkette. Es interessiert letztlich nicht. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass der FCI offensiv keine Durchschlagskraft hat. Es reicht nicht, gegen Köln und Union mal 25 – 45 Minuten gut nach vorne zu spielen. Erschütternd waren die Torabschlüsse gegen Köln. Aus guten Positionen gingen die Bälle weit am Kasten vorbei. Gegen Union Berlin schießt Dario Lezcano aus kurzer Distanz, weit übers Tor. Das sind die Situationen die uns das Genick aktuell brechen und möglicherweise auch brechen werden.

Die Defensive steht vernünftig. Ja, aber vorne fallen keine Tore. Nur mit Toren gewinnt man Spiele. Wie sie letztlich fallen ist völlig egal. Auch die Standards haben sich nach wie vor nicht gravierend verbessert. Standards das Stilmittel dass die Schanzer durch drei Saisons maßgeblich ausgezeichnet hat, ist keine Waffe. Die Standards sind eher himmelschreiend schlecht.

Ob sich das Offensivspiel verbessert? Das ist höchst fraglich. Wir haben keine anderen Stürmer im Kader. Außer Fatih Kaya, der gar nicht mehr mitgenommen wird. Ein Spieler der mit Sicherheit in 20 Minuten Einsatzzeit für mehr Gefahr sorgt als Stefan Kutschke. Selbstvertrauen, Verunsicherung, fehlende Erfolgserlebnisse hin oder her. Es müssen Tore her. Sie müssen geschossen werden.

Das Problem einer schwachen Offensive ist schon länger bekannt. Trotzdem wurde im Sommer und auch im Winter kein Killer verpflichtet. Kein Stürmer der mal für zehn Tore gut ist. Ein krasses Versäumnis, dass den Schanzern vielleicht den Klassenerhalt kosten könnte. Abgesehen von weiteren Fehlentscheidungen in der Kaderplanung zu Beginn der Saison.

Sollte die Mission Klassenerhalt scheitern, müssen personelle Konsequenzen gezogen werden. Es soll Personen im Klub geben, die von sich selbst sagen, die übernehmen Verantwortung und tragen auch die Konsequenzen dafür.

Neun Spiele sind noch zu Spielen. Die Ausgangslage ist weiß Gott nicht schlecht. Mikrige zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, drei auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Doch auch in der Bundesliga war das rettende Ufer auch immer nah. Man hatte sich damals rangekämpft. Gereicht hat es nicht. Wer sich noch an die erste Zweitliga-Saison des FCI erinnert, weiß dass auch hier die Ausgangslage lange gut war. Man schlitterte zwar langsam und schleichend in den Keller, gewann keine Spiele mehr. Aber im Schlussspurt wäre der Klassenerhalt noch leicht möglich gewesen. Damals wurde sich auch immer wieder auf das gute berufen. Damals war gut, dass der FCI immer gut mitgespielt hat. Am Ende hat man die Partien verloren.

Und gerade aktuell ist mir das „der Schiedsrichter hat es verpfiffen“ oder „wir machen es ja eine Halbzeit lang gut“ viel zu viel. Das bringt uns nicht weiter.

Gegen Paderborn sind Cohen und Krauße gesperrt. Das eröffnet Möglichkeiten für Spieler sich aufzudrängen. Nochmal das Mannschaftsgefüge aufzubrechen, besonders was die Stammelf angeht. Ich hoffe, die aufgestellten Spieler nutzen ihre Chance.

Es ist kurz vor zwölf. Es wird Zeit, den Gegnern endlich den Kampf anzusagen. Kämpfen, grätschen, beißen und kratzen. Es muss jetzt knallen auf dem Rasen. Sonst drohen dem FCI ab Juli Auswärtsfahrten nach Unterhaching, Wolfsburg (II) und Rostock.

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