Willkommen im Abstiegskampf

Platz 16 nach der 2:0-Pleite in Bochum. Selbst gegen den Lieblingsgegner im Ruhrgebiet gewinnen unsere Schanzer nicht. Und eins ums Andere Mal offenbaren die Schanzer ihre großen Schwächen. Nach zehn Spieltagen wollen die Schanzer eine Standortbestimmung abgeben. Aber die kann eigentlich schon jetzt abgeben. Es riecht und sieht nach Abstiegskampf aus.

4:0 in St. Pauli, 2:2 gegen Duisburg, 0:2 in Bochum so lauten die letzten drei Ergebnisse der Schanzer. Das 4:0 in Hamburg schien nun ein Strohfeuer gewesen zu sein. Hier zeigten die Schanzer ihre Möglichkeiten. Ihre offensive Qualitäten und auch defensiv große Disziplin.

Gegen Duisburg fiel der FCI in alte Muster zurück. Vorne viele Torchancen, keine Tore. Hinten offen wie ein Scheunentor.

Auch gegen Bochum agierten die Schanzer mutlos und lethargisch.  Jetzt stellt sich bloß wie Frage: Können die Schanzer nicht mehr? An was liegt es, dass die Schanzer jetzt auf dem Relegationsplatz rangieren. Mit einem Sieg hätte man auf Platz zehn vorpreschen können.

 

Der Angriff

Mit Kutschke kam ein richtiger Torjäger aus Dresden an die Donau. Mit Colak ein talentierter und motivierter Stürmer als weitere Ergänzung. Aktuell spielt im Sturm Dario Lezcano, der allerdings oft viel schuldig lässt. Seine Torausbeute ist überschaubar. Sein Einsatz sehr groß, aber es kommt zu wenig heraus. Oftmals stürzt er sich in Zweikämpfe, anstatt den direkten Weg zum Tor zu suchen. Was allerdings auch eine Bürde als einziger Stürmer ist. Aber auch im Mittelfeld liegt da ein Problem. Lezcano wird meistens hoch angespielt und ist oft umringt von mehreren Spielern. Er braucht Räume, nur die reißt das Mittelfeld nicht. In der Offensive hat sich der FCI, zumindest ganz vorne nicht weiterentwickelt.

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Das Mittelfeld

Im offensiven Bereich besitzt der FCI einige starke Spieler. Die Flügelzange Kittel und Pledl ordnen und gestalten das Spiel. Kittel ist mit seiner Bilanz auch aktuell der beste FCI-Spieler. Kein Angriff läuft ohne ihn. Auch im Abschluss ist Kittel stark. Doch dann wird rar. Mit Lex und Sekine besitzt Leitl weitere Optionen. Wobei hier Lex noch mehr Erfahrung besitzt in der Liga als der Japaner. Im defensiven Bereich scheint sich bisher auch noch kein Top-Duo für die Doppel-Sechs gefunden zu haben. Cohen hingt seiner Vorjahresform noch deutlich hinterher. Schröck besitzt zwar Fähigkeiten, spielt aber ähnlich wie Cohen nur den Ausputzer. Von der Sechser-Positionen kommen keine spieleröffnenden Impulse. Auch Alfredo Morales, zuletzt immer wieder aufgestellt, ist zwar willensstark aber spielerisch in Summe einfach zu schwach. Der beste im defensiven Mittelfeld aktuell ist Max Christiansen, der sowohl im Zweikampf stark ist, aber auch technisch herausragend ist. Er ist der Gewinner aktuell, weil er oft spielt. Letztes Jahr war er der Bankdrücker. Das Mittelfeld ist noch am Besten besetzt von allen Mannschaftsteilen. Allerdings fehlt hier noch eine Hierarchie und ein Konzept. Das Zusammenspiel und die Balance zwischen offensiven und defensiven Akteuren fehlt noch deutlich.

2. BL. Saison 2017/18 - FC Ingolstadt
Die Spielmacher im Team: Sonny Kittel und Thomas Pledl

 

 

Die Abwehr

Tisserand, Suttner und Haderjonaj. Drei Spieler verließen den Klub. Zwei davon eher unrühmlich. Die Abwehr war letztes Jahr das große Pfund der Schanzer. Die Schanzer besaßen mit Haderjonaj und Suttner zwei Außenverteidiger die vor allem die Offensive belebten. Jetzt bestehet die Verteidigung aus Levels / Gaus, Matip, Bregerie / Wahl und Träsch. Matip hinkt seiner Vorjahresform noch hinterher. Bregerie scheint vorerst auf der Bank zu sitzen, auch er spielte oft fehlerhaft. Gaus spielt aktuell Außenverteidiger kann allerdings nur schwer das Offensivspiel ankurbeln. Träsch ist bemüht und zeigte auch bisher ordentliche Leistungen. Aber auch dort ist noch Luft nach oben. Einzige Option die Leitl noch bleibt ist Phil Neumann. In der Abwehr gibt es aktuell auch noch ein Ungleichgewicht und ein Problem mit dem Zusammenspie mit dem Mittelfeld. Das Zusammenspiel zwischen Außenverteidiger und Außenbahnspielern im Mittelfeld funktioniert noch gar nicht. Hier ist großer Nachholbedarf. Hier müssen die Laufwege noch fokussiert werden und auch das zurück rücken bei Kontern. Denn bei Kontern zeigt sich die Mannschaft sehr anfällig.

2. BL. Saison 2017/18 - FC Ingolstadt
Alle Bilder: Roland Geier

Der FCI hat einige Hausaufgaben zu erledigen. Der FCI muss sich finden. Doch die aktuelle Tabellensituation und die Punkteausbeute verheißen nichts Gutes. Der FCI wird sich vorerst oder sich vielleicht dauerhaft nun mit dem Abstiegskampf anfreunden. Das ist einfach Fakt. Außer den Schanzern gelingt ab dem Heimspiel gegen Darmstadt eine Siegesserie. Doch es fehlt einfach an der Stabilität. Trifft die Offensive mal, ist die Defensive viel zu wacklig. Es herrscht keine Balance. Angekommen sind die Schanzer in dieser Liga schon lange. Und jetzt auch auf dem harten Boden der Tatsachen. Jetzt sind Reaktionen gefragt. Sonst stecken die Schanzer immer tiefer im Abstiegsstrudel drin.

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