38. Spieltag: Der Druck liegt nun bei den Löwen

Die Schanzer haben am Samstag geliefert. Nachdem 5:1-Sieg in Duisburg, war 1860 nun unter Zugzwang. Die Löwen kamen am Sonntag gegen die abstiegsgefährdeten Bayern Amateure nicht über ein 2:2 hinaus.

Nach zuletzt gruseligen Leistungen überrollte der FCI den MSV Duisburg mit 5:1. Dabei zeigte der FCI aber zwei „Gesichter“. Nachdem ersten Durchgang deutete nichts auf einen Kantersieg hin. Denn der FCI ging unglücklich aber mit viel eigenen Zutun in Rückstand. Nach der Pause rollte der dann der FCI-Zug im Westen richtig los. Kutschke glich per Elfmeter aus, dann drehte Bilbija das Spiel. Gaus, Eckert Ayensa und Bilbija schraubten dann das Ergebnis weiter auf 5:1 hoch. Bemerkenswert war vor allem, dass Ayensa und Bilbija zur Halbzeit eingewechselt wurden.

Doch der Kantersieg soll nicht über die Probleme der Schanzer hinwegtäuschen. Wieder blieb der FCI im ersten Durchgang einiges schuldig. Das könnte auch an den vielen Umstellungen gelegen haben. Tomas Oral kündigte zwar an, nicht viel herum experimentieren zu wollen, doch die Startelf hinterließ dann doch wieder viele Fragezeichen. Vier Wechsel nahm Oral vor. Butler, Kaya, Krauße und Stendera liefen für Bilbija, Ayensa, Kotzke und Röhl auf. Thomas Keller fand sich wie in den letzten Wochen im Kader nicht wieder.

Für den MSV ging es um nichts mehr. Durch die Niederlage des SV Meppen am Freitag (2:0) in Saarbrücken, feierten die Zebras den Klassenerhalt auf der Couch.

Doch dieser Kantersieg ist nicht mehr als ein Zwischenschritt. Nachdem der FCI einen Neun-Punkte-Vorsprung auf die Löwen verspielte, sah es fast so aus, als würden die Schanzer kurz vor dem Ende den Aufstieg bzw. die Relegation noch verspielen. Die Lage hat sich nun mehr denn je gedreht.

Kommenden Samstag um 13:30 Uhr kommt es dann zum Showdown zwischen dem FCI und 1860 München. Der FCI kann sogar noch auf den zweiten Platz schielen. Voraussetzung für den Direktaufstieg, wäre ein Sieg der Schanzer und eine Niederlage von Hansa Rostock gegen den VfB Lübeck. Lübeck allerdings steht bereits als Absteiger fest.

Für den Relegationsplatz würde dem FCI ein Remis gegen die Löwen reichen. Gewinnt Hansa und die Schanzer, ändert sich am Tabellenbild nichts. Heißt die Löwen stehen unter Zugzwang. Die Giesinger müssen gewinnen um in die Relegation zu gelangen.

Ob das die Lage einfacher macht? Gewiss nicht. Die Schanzer müssen nun Ruhe bewahren und eine starke Leistung abrufen. Denn die Löwen werden nicht in Biergemütlichkeit in den Sportpark kommen.

Wieder ein Showdown am letzten Spieltag. Wie schon alle im Gespür hatten, geht es für die Schanzer kommende Woche um den Aufstieg bzw. die Relegation. Bilder: Roland Geier.

Die Leistung des FCI ist Grund zur Freude. Aber die Fragezeichen werden nicht weniger. Nachdem Tomas Oral nachdem Remis gegen Saarbrücken (0:0) eine Analyse ankündigte, spielen die Schanzer im zweiten Durchgang gegen Duisburg auf wie „Großen.“ Vor allem in der Rückrunde dümpelte vor allem das Offensivspiel vor sich hin. Knappe Siege waren die Regel. Oftmals zog sich das Team nach einer Führung gefährlich zurück. Ob diese starke zweite Hälfte jetzt eine einmalige Reaktion bleibt, werden wir am Samstag sehen. Am schönsten wären natürlich, wenn diese Leistungssteigerung jetzt der erhoffe Weckruf war.

Ziemlich entspannt schaut jedenfalls Dynamo Dresden auf den 38. Spieltag. Die Dresdner schafften durch einen 4:0-Sieg gegen Türgücü München den direkten Wiederaufstieg. Für die Meisterschaft reicht ihnen am letzten Spieltag ein Remis.

Trotzdem sollte ein kurzer Blick in den Tabellenkeller der zweiten Liga geworfen werden. Denn hier ist (fast) noch alles offen). Der Abstieg der Würzbürger Kickers ist bereits sicher. Braunschweig rutschte auf den 17. Platz und kann sich nur noch Hoffnungen auf den Relegationsplatz machen. Aktuell sind im „Rennen“ um die Entscheidungsspiele noch Jahn Regensburg, SV Sandhausen, VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig. Die 2. Liga steuert also auf einen beispiellosen Showdown zu.

Die Ligazusammensetzung sollte jedenfalls Motivation genug für die Schanzer sein. Denn die 2. Liga wird kommende Saison wirklich die beste 2. Liga aller Zeiten. Düsseldorf, HSV, St. Pauli, Hannover 96, Nürnberg, Schalke und vielleicht Köln oder Bremen. Also jede Menge „große“ Gegner würden auf den FCI warten.

Doch noch ist das alles Zukunftsmusik. Am kommenden Samstag muss der FCI den nächsten Schritt gegen die Giesinger gehen. Dann zeigt sich die wahre Wertigkeit des Kantersiegs gegen Duisburg.

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