Spielerisch planlos in den Endspurt

Planlos zieht der FCI in den Endspurt. Nach der 2:0-Pleite in Magdeburg, blieb die Redaktion gegen Bayern II aus. Die Schanzer mussten in der Nachspielzeit das 2:2 hinnehmen. In der Spitzengruppe der 3. Liga patzte Dynamo Dresden gegen den Tabellenletzten Unterhaching (2:0). Damit haben die Schanzer weiter nur einen Punkt Rückstand auf Platz eins. Dagegen schmilzt der Vorsprung auf den Vierten 1860, auf vier Punkte zusammen.

Nachdenklich stimmen einem vor allem die ersten 75 Minuten der Partie gegen Bayern II. Bis zu jener Minute gelang es dem FCI nicht, sich eine einzige Torchance herauszuspielen. Das Offensivspiel war nicht existent. Nach vorne wurden lange Bälle geschlagen, die nicht mal annährend Abnehmer fanden. Die Schanzer nahmen selten mit Ballbesitz das Tempo auf. Alles konzeptlos und ohne Elan.

Die Schiedsrichter-Leistung war in der Tat nicht gut. Doch trotzdem ging der FCI mit einem 2:1 in die Nachspielzeit. Fatih Kaya besorgte die Führung, auch wenn sie schmeichelhaft war. Denn nachdem Elfmeter-Ausgleich durch Singh hatte der Vorjahres-Meister Lunte gerochen. Mit Müh und Not verhinderten die Schanzer hier noch den Ausgleich. Was aber auch an den stümperhaften Abschlüssen der Bayern lag.

1860 lauert und die Schanzer zaudern. Seit Wochen hatte der FCI immer wieder die Möglichkeit vorneweg zu marschieren. Doch genau jene Chancen sich an die Spitze zu setzen, verpasste das Team. Mit dem SV Meppen wartet am kommenden Sonntag wieder ein Kellerkind auf den FCI. Die Emsländer werden sich mit Händen und Füßen wehren im Sportpark. Am 33. Spieltag geht es dann an der Löhmühle gegen Lübeck. Die Nordlichter stehen aktuell mit dem Rücken zur Wand (Platz 19), haben aber einen leichten Aufwärtstrend.

Das 2:2 in der Nachspielzeit war jedenfalls stümperhaft verteidigt von der FCI-Hintermannschaft. Es erinnerte bisschen an das Gegentor im Relegationsrückspiel. Hier fehlt die Entschlossenheit, solche Situationen mal runter zu spielen, den Ball hier einfach mal wegzuschlagen. An der fehlenden Erfahrung kann es jedenfalls nicht liegen. Paulsen und Heinloth sind 29 Jahre alt, Gaus 31.

Insgesamt war eher zum Verzweifeln was die Schanzer anboten. Bilder: Roland Geier

Man darf jedenfalls gespannt sein, welche Schlüsse vor allem Tomas Oral aus dem Auftritt gegen Bayern II zieht. Der Trainer sah jedenfalls bis zur Schlussphase eine „tadellose Partie“ der Schanzer. Wenn also keine Torchancen rausspielen und ein 0:0 „halten“ schon tadellos ist, dann Prost Mahlzeit. Und natürlich legte Oral auch den Fokus auf den Schiedsrichter.

Sieben Partien sind noch zu absolvieren. Es ist noch alles drin. Doch trotzdem macht der FCI aktuell einen Eindruck der spielerischen Konzeptlosigkeit. Wie ein Aufsteiger tritt die Mannschaft nicht auf. Tomas Oral muss dringend Impulse setzen. Eine entschlossene, kämpferische Leistung gegen Meppen mit einem souveränen 2:0 wären schon mal ein Anfang. Das wäre dann super tadellos.

Kommentar verfassen