Entschuldigung zum Tweet: „Mit Oral steigen wir nicht auf“

Aus Frust und Ärger habe ich am Sonntag nachdem Meppen-Spiel folgenden Tweet abgesetzt:

Wer nicht kennt, weiß dass ich sehr kritisch und auch ehrlich bin. Aber durchaus auch selbstkritisch bin. Deswegen möchte ich mich für diesen Tweet entschuldigen. Ich habe ihn aus Frust und Ärgernis abgesetzt. Und natürlich schwang daran auch die Sorge und Angst mit, die ich aktuell empfinde. Diese kommt vor allem aus den beiden vergangenen Saisons und sitzt immer noch sehr tief.

Ich bin ganz bei den „Kollegen“ des Schanzer Zeitspiels dass es zur jetzigen Phase keinen Sinn macht, den Trainer nochmal zu wechseln. Und das auch solche Tweets, gepaart mit vielen Kommentaren in den Sozialen Medien nicht unbedingt zur Ruhe im Umfeld des Klubs beitragen.

Denn genau jetzt benötigen wir Geschlossenheit. Zu hektisch war es beim FCI in den letzten Jahren. Zu oft war man zu ungeduldig und hat nervös reagiert. Auch getrieben durch das Umfeld. Doch das macht in dieser Saisonphase keinen Sinn. Wir sind Dritter. Wir stellen uns zwar an, auf Platz zwei oder eins zu springen. Doch wir haben alles selbst in der Hand. Ein kühler Kopf kann hier genau das richtige sein. Denn zu oft war es beim FCI i den letzten Jahren hektisch. Und in dieser hektischen Stimmung wurden viele Trainer gewechselt und auch viele Fehler gemacht. Es wäre übrigens auch die erste Saison seit 2015/2016 (1. Bundesliga, Ralph Hasenhüttl), die der FCI mit einem Trainer spielen würde!

Für das große Ziel Aufstieg benötigen wir Geschlossenheit. Aber auch einen kritischen und ehrlichen Blick. Auch wenn ich bekanntermaßen noch nie ein großer Freund von Tomas Oral war. Und trotzdem nach wie vor der Überzeugung bin, in vielen Bereichen fehlt auf dem Platz eine spielerische Weiterentwicklung. Eine Entwicklung im Sinne von Variabilität und auch Kreativität. Ich erwarte keinen wunderschönen Kombinationsfußball. Wieso auch? Doch ich erwarte, mehr Zug zum Tor und auch mal mehrere taktische Kniffe im Gepäck. Möglicherweise führt der Schanzer Minimalismus, über den ich vor wenigen Wochen hier geschrieben habe, wieder zum Erfolg.

Es liegt nun gemeinsam am Trainerteam und an der Mannschaft das gemeinsame Ziel zu erreichen. Wir können mit unserem Zusammenhalt den ruhigen Rahmen setzen.

Kein Ich, kein Du, nur ein gemeinsames Wir. Packen wir es gemeinsam an, Schanzer.

Link zur aktuellen Folge des Schanzer Zeitspiels:

Ein Kommentar zu „Entschuldigung zum Tweet: „Mit Oral steigen wir nicht auf“

  1. Genau das ist das Problem in ingolstadt, alles unter den Deckel halten zu müssen. Was raus muss, muss raus und das ist auch gut so. Immer nur schlucken und kollektiv zufrieden sein, das bringt dich auch im Sport nicht weiter. Aufmerksam machen auf das Problem, ansonsten glauben, oder wollen glauben da es ja am schönsten ist, es herrscht heile Welt. Obwohl es ja heuer zweifelsohne nicht schlecht läuft, haben die letzten Spiele gezeigt, daß wenn es darauf ankommt, tatsächlich der Oral versagt. Dies hat er schon immer und so fällt es mir auch schwer mit einem Thomas Oral und einem Michael Henke auf den jeweiligen Positionen, in nenne es mal zu kooperieren. Bereits zu Harald Gärtner Zeiten, wo Ruhe als oberstes Gebot galt, hätte man mal richtig auf den Tisch hauen sollen und Probleme ansprechen und nicht nur verdrängen. Diese dritte Liga war völligst unnötig, wenn man früher mal wirklich ehrlich miteinander umgegangen wäre. Also, lass öfters die Muskeln spielen und noch, trotz der sicherlich Ernsthaftigkeit deines Besuches, viel Spaß in Berlin.

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