Gelungenerer Saisonstart mit einigen Baustellen

13 Punkte aus sieben Spielen (4 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen) und Platz fünf. Das ist ein guter Saisonstart, den die Schanzer hingelegt haben. Trotz ausgefallenen Trainingslager, Corona-Fällen, Trainingsrückständen und Neuzugängen die noch Zeit brauchen.

Rein tabellarisch gesehen, gibt es wenige Gründe zu meckern. Doch auf der FCI hat trotz alledem noch viel Arbeit vor sich. Das ist ist sowohl Trainer Tomas Oral, als auch den Akteuren durchaus bewusst. Dem FCI gelang bisher oft nicht das Spiel zuzumachen. Gegen den SC Verl (2:1) und gegen Dynamo Dresden (1:0) ließ sich beobachten, dass die Gegner wieder aufkamen, weil der FCI nicht für die Entscheidung im Spiel sorgte. Vor allem viele Kontermöglichkeiten waren oftmals schlampig zu Ende gespielt, manche gute Angriffsmöglichkeiten wurden regelrecht verschleppt. Doch hier will der Trainer mit dem Team ansetzen. Muss er auch. Doch für die vielleicht fehlende Stabilität über 90 Minuten gibt es auch Gründe.

Das Spiel der Aufstiegsfavoriten gewann der FCI. Doch die Schanzer mussten am Ende wieder zittern.

Die Vorbereitung der Schanzer sorgte nicht für die besten Startvoraussetzungen. Fairerweise muss gesagt werden, das auch andere Klubs durch Corona-Erkrankungen immer wieder Probleme haben. Am meisten beutelt es aktuell den MSV Duisburg durch.

Viele FCI-Akteure hatten Trainingsrückstände, diese hängen immer noch nach. Auch einige Neuzugänge brauchen noch Zeit, darunter der Königstransfers Marc Stendera. Für ihn reicht es aktuell für 30 – 60 Minuten. Tomas Oral bringt ihn auch immer wieder. Doch er muss behutsam aufgebaut werden. Bei Sonny Kittel war das damals ähnlich. Die Geduld benötigen wir alle auch bei Stendera. Kittel hatte am Ende als Kreativspieler einen hohen Stellenwert im Team und war die Achse im Offensivspiel. Rico Preißinger (Neuzugang vom 1. FC Magdeburg) brachte es bisher auch nur auf Kurzeinsätze. Was er allerdings gegen Verl (eingewechselt nach 70 Minuten) zeigte, war durchaus eine Bewerbung für die Startelf. Er haute sich in jeden Zweikampf und ging entschieden zu Werke. Genauso so einen Spieler brauchen wir auf der Sechs. Mit Thomas Keller könnte er ein gutes Duo bilden, das sich auch gut ergänzt. Thomas Keller und das freut mich besonders, stand gegen Verl, Kaiserslautern und Dresden in der Startelf und machte seine Sache richtig gut. Er sorgt für Ruhe, verteilt die Bälle gut und sortiert das Spiel.

Offensiv jedenfalls gibt es noch ein paar Fragezeichen. Dennis Eckert Ayensa fehlt dem FCI noch länger. Seine Verletzung ist wieder aufgebrochen. Stefan Kutschke ist wieder einsatzbereit und machte in den letzten Spielen die Bälle vorne fest und war ein entscheidender Faktor. Er ist präsent, führt und läuft jeden Gegenspieler konsequent an. Fatih Kaya dagegen sucht noch seine Rolle im Team. Als Stoßstürmer alleine ist er nicht effektiv genug. Ich sehe ihn eher auf der rechten Außenbahn. Unser Finne, Ilmari Niskanen ist ein Kraftpaket. Schaut euch mal seine Beine an! Doch ihm fehlt noch ein bisschen die Ruhe und Übersicht. Er ist technisch stark und hat einen Zug zum Tor, doch oftmals spielt er zu spät ab oder hat einfach die falschen Ideen. Doch trotzdem kann er, wenn man ihm Zeit gibt, eine große Bereicherung für das Spiel werden. Maximilian Beister so scheint, ist aktuell wieder abgemeldet. Er fehlte in den letzten drei Spielen im Kader. Nachdem Spiel gegen Verl sagte Oral: „Beister ist immer eine Option.“ Doch aktuell scheint er keine Verwendung für ihn zu haben. Was auch nicht überraschend kommt. Die Leistungen des 30-jährigen sind nicht konstant. Zwischen Doppelpack und lustloser Leistung liegt oft nur ein Spiel. Elva, Niskanen und vor allem Bilbija spielen einfach besser. Bilbija der Junge mit den spindeldürren Beinen ist aktuell der Gewinner der Saison. Technisch unglaublich stark, geht Bilbija immer wieder mutig ins Zentrum und bereichert so das FCI-Spiel ungemein. Er hat sich enorm entwickelt und ist aktuell gesetzt. Gegen Kaiserslautern belohnte er sich mit seinem erstem Profi-Tor, das auch schon längst überfällig war. Bisher galt er jedenfalls als Chancentod. Doch Bilbija ist auch erst 20 Jahre alt.

Kämpft, führt und ist der Anker im Spiel des FCI: Marcel Gaus. Bilder: Roland Geier.

Die Stütze im Spiel des FCI ist aktuell jedenfalls Marcel Gaus. Er rennt, er macht, er zieht ab und führt das Team auf dem Platz. Auf dem Tacho stehen bei ihm aktuell zwei Tore. Eins davon war Marke, Tor des Monats gegen den Halleschen FC.

In der Defensive scheint der neue Verbund zu stehen. Schröck und Paulsen agieren als baumhohe Innenverteidiger. Schröck dagegen ist eher der Mann fürs Grobe. Er klopft die Kugel auch mal auf die Tribüne. Auf den Außenverteidiger-Positionen haben sich Neuzugang Dominik Franke und Michael Heinloth festgespielt. Insbesondere Franke hat im einen oder anderen Spiel bereits gezeigt, dass er der Mann ist, der gefehlt hat. Er ist schnell und schlägt gute Flanken. Er hat sich schnell ins Spiel eingefügt.

In den nächsten Wochen muss es also an die Feinjustierung gehen. Es heißt, weiter Leben in der Lage. Belastung steuern, Konstanz und Sicherheit gewinnen und vor allem offensiv mehr Gefahr entwickeln. Eine Einschätzung wo die Reise tatsächlich hingeht, kann man bisher nicht seriös abgeben. Dafür gibt es noch zu viele Fragezeichen vor allem auch personell. Man darf auf die nächsten Wochen gespannt sein.

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