Henkes Tritt: Der Aufsichtsrat muss Konsequenzen ziehen.

Im Fritz-Walter-Stadion war gestern wieder Richtung Stimmung in der Bude. Der FCI trennte sich vom FCK mit 1:1. Den Schanzen wurde die Führung weggepfiffen, Elva sah Rot und Dominik Schad musste schwer verletzt vom Platz. Als wäre das nicht schon genug für 90 Minuten, sorgte Sportdirektor Michael Henke nachdem Spiel für einen Eklat. Beim Handshake mit dem Schiedsrichtergespann trat er FCK-Coach Jeff Saibene von hinten in den Fuß. Michael Henke stellte die Situation so dar: „Das war mehr freundschaftlich. Vielleicht hat Jeff da etwas missverstanden.“ Jeff Saibene dagegen äußerte sich bei Magenta Sport mit: „Das sagt schon alles.“ Auf der Pressekonferenz sagte er „es ist alles gut“ und ging so auf die Situation nicht näher ein. Wie gut dass es TV-Bilder gibt (Beitrag von Magenta Sport siehe unten). Und da zeigt sich, das Henke den Tritt nicht so freundschaftlich gemeint haben kann. Denn unmittelbar nach der Begegnung mit Saibene stahl er sich davon. Saibene musste von Fabijan Buntic festgehalten werden, da er sofort auf 180 war. Das sich zwischen Henke und Saibene große Gräben auftaten, zeigte sich vergangenen Saison. Saibene sagt auf einer Pressekonferenz, der FCI sei keine Spitzenmannschaft. Aussichtsreich auf Platz fünf stehend, wurde Saibene entlassen. Und Michael Henke holte Tomas Oral zum dritten Mal an die Donau.

Vergangene Saison stand Jeff Saibene teilweise an der Seitenlinie. Zwischen ihm und Michael Henke muss es ein großes Zerwürfnis gegeben haben, das zu Henkes Überreaktion geführt hat.

Doch Henke kann sich auch verbal nicht zurückhalten. Nach dem verpassten Aufstieg in der Relegation, trat Henke nochmal ordentlich Richtung DFL nach. Er habe beim ZDF angerufen, die Partien hätten mit mehr Abstand angesetzt werden können. Er könne das nicht nachvollziehen. Ja, das mag alles sein. Doch solche Aussagen erwecken bei der Öffentlichkeit eben auch ein Bild eines schlechten Verlierers. Tomas Oral schlug im Rückspiel in die Kerbe, der Schiedsrichter sei Schuld. Klar, war die Relegationspleite extrem bitter. Aber ein Spiel ist halt auch dann erst aus, wenn abgepfiffen ist. Punkt.

Die Außenwirkung des FCI war nachdem Spiel verheerend. Unter dem Hashtag #FCKFCI treten auf Twitter zahlreiche auf den Klub ein. Unfaires Verhalten, unsympathisch, Oral und Henke seien unfair usw.

Michael Henke hat nach Abpfiff Sportsgeist, Fairness und seinen Anstand verloren. Henke, Co-Trainer von Ottmar Hitzfeld einst beim FC Bayern München ist normalerweise ein Voll-Profi. Und von einem Voll-Profi, der obendrein eine große Vorbildfunktion hat, muss zuzutrauen zu sein, dass er sich auch in solchen Situationen unter Kontrolle hat.

Er hat die Werte des FCI, die im Schanzer Manifest festgeschrieben sind über Bord geworfen. So ein Verhalten ist eines Sportdirektors nicht würdig. Der Verein möchte Vorbild für seine Spieler*innen, Jugendspieler*innen, Fans, Sponsoren und die Öffentlichkeit sein? Diese Vorbildfunktion hat Henke mit Füßen getreten. Dieses Verhalten muss Konsequenzen haben. Der Aufsichtsrat muss Henke von seinen Aufgaben entbinden. Bliebe Henke im Amt, gäbe sich der Klub nur der Lächerlichkeit, preis. Es ist das einzige Mittel um den Schaden zu minimieren. Ansonsten sind die vermeintlichen Werte des Klubs, das Papier nicht wert.

Ab Minute 4:19 sieht man den Tritt von Henke gegen Saibene + die Stimmen nachdem Spiel.

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