Letzte Chance Relegation: die Bilanz der Teilnehmer

Alle Jahre wieder sorgt die Relegation für die Diskussionsstoff. Es gibt Stimmen die, die Relegationsspiele als unfair empfinden. Vor der Wiedereinführung stieg der Dritte einfach auf, jetzt muss er sich seit einigen Jahren wieder in zwei Spielen mit dem 16. der zweiten Bundesliga messen.

Ich bin ein Befürworter der Relegation. Für die Mannschaften die um den Klassenerhalt kämpfen, sind dies die letzten beiden Spiele in denen sie beweisen können, dass sie in der entsprechenden Liga verbleiben sollen. Für mögliche Aufsteiger ist es der letzte Prüfstein, eine Art Reifeprüfung. Bei Zweitligisten könnte man sagen: wer nicht in der Lage ist, einen angeschlagenen Bundesligisten zweimal in die Schranke zu weisen, hat den Aufstieg einfach nicht verdient. Die Schanzer spielten zweimal in der Relegation. Gegen Hansa Rostock (1:0, 2:0) vollzog man den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Vergangene Saison hatte man gegen Wehen-Wiesbaden (2:1, 2:3) das Nachsehen.

Die Schanzer kennen das Gefühl der Relegationsniederlage. Aber auch das des Hochgefühls eines Aufstiegs nach zwei Relegationsspielen. Bilder: Roland Geier, Titelbild: Schwarz-Rot-Blog

Die Relegation spitzt alles zu. In zwei Partien wird das Schicksal zweier Klubs auf die Spitze getrieben. Maximaler Druck. Es geht, auch um Existenzen. Manche Teams können eine überraschende Saison krönen, manche Klubs krönen durch den Klassenverbleib in der Relegation ihre Aufholjagd.

Natürlich ist der Druck extrem hoch. Doch das ist er auch in einem Endspiel. Und bekanntlich gibt es nur ein Endspiel. Hier konzentriert sich alles auf 90 Minuten. In der Relegation gibt es Hin- und Rückspiel. Doch wer denkt, der deutsche Relegationsmodus ist Wahnsinn, der sollte nach England schauen.

In der Championship, der zweiten Liga Englands spielen 24 Mannschaften. Zwei Teams direkt in die Premier League auf. Nach 46 Liga-Spielen geht es aber für vier Teams noch weiter. Die Mannschaften von Platz drei bis sechs gehen in die Aufstiegsplayoffs. Im Halbfinale geht in einem Hin- und Rückspiel um den Finaleinzug. Das Finale findet natürlich im Wembley statt. Vor über 80.000 Zuschauern spielen also zwei Zweitligisten den letzten Premier League-Klub aus. Das Endspiel wird auch gerne als Millionenspiel bezeichnet. Der Aufsteiger in die Premier League erhält 200 Millionen Fernsehgeld. Also da sag mal einer, die deutsche Relegation zwischen 1. und 2. Bundesliga und 2. Bundesliga und 3. Liga, sei „hart“.

Speziell soll es in meinem Beitrag darum gehen, wie sich die Klubs nach ihrer Relegationsteilnahme entwickelt haben. Dazu lohnt sich erstmal einen Blick darauf zu werfen, welcher Ligateilnehmer per se bessere Chancen hat.

Zwischen der ersten und zweiten Liga behielt in elf Austragungen, achtmal der Erstligist die Oberhand. Anders sieht es zwischen zweiter und dritter Liga aus. Hier stieg achtmal der Drittiglist in die zweite Liga auf. Nur dreimal sicherte sich der Zweitligist in „letzter Sekunde“ den Klassenerhalt.

Hier habe ich alle Relegationen seit der Wiedereinführung 2009 aufgelistet und die weitere Ligazugehörigkeit der jeweiligen Teilnehmer. Teilweise sind echte Achterbahnfahrten dabei. Manch Relegationsteilnehmer konnte seiner Liga nicht mehr entfliehen.

Hier der Screenshot. Die gesamte Bilanz gibt es unten als PDF-Download.

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