Schanzer verlieren und trotzdem ist alles noch möglich

Matchball vergeben. Die Schanzer haben nach einer sehr schlechten Leistung gegen den 1. FC Magdeburg mit 2:0 verloren, haben aber die Teilnahme an der Relegation immer noch selbst in der Hand. Sogar der direkte Aufstieg ist mit Schützenhilfe sogar noch möglich. 

Der 1. FC Magdeburg jubelte nachdem Spiel. Die Magdeburger sicherten sich frühzeitig den Klassenerhalt und verhinderten so einen weiteren Abstieg. Eintracht Braunschweig sicherte sich gestern dank Schützenhilfe aus München, den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Preußen Münster muss die dritte Liga, Richtung Regionalliga West verlassen und steht als dritter Absteiger nach Carl Zeiss Jena und Sonnenhof Großaspach fest.

Der FCI bot über weite Strecken eine schwache Leistung. Wenig Tempo, viele Fehlpässe, wenig Durchschlagskraft und kaum richtige Torchancen. Magdeburg bemühte sich freilich nicht, irgendwas zum Spiel beizutragen. Für Magdeburg ging es noch um den Klassenerhalt. So stand der FCM tief und der FCI konnte sich die Zähne ausbeißen. Doch wirkliche Ideen hatte die Mannschaft von Tomas Oral nicht.

In der Halbzeit kam für Antontisch, Eckert Ayensa. Die offensive Drehzahl sollte also erhöht werden. In der 48. Minute blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm, als Conteh, Richtung Tor marschierte. Knaller eilte heraus und Conteh fiel. Doch auf den Fernsehbildern war klar zu erkennen, Conteh war an Knaller fast vorbei und suchte regelrecht den Kontakt. Kein Elfmeter! In der 59. Minute kam Thalhammer dann zum Abschluss, doch er bekam zu wenig Druck und Präzision hinter den Ball, sodass Magdeburgs Torwart Behrens klären konnte.

Nach einer Stunde ging Magdeburg glücklich in Führung. Jacobsen zog aus der Distanz ab, sein Schuss traf Thalhammer, der die Richtung so veränderte, das Knaller keine Chance hatte den Ball zu halten. Doch auch die Einwechslungen von Hawkins und Wolfram brachten keine kreativen Elemente ins Spiel. Der FCI wirkte weiter ratlos und zeigte wenig Feuer und Engagement irgendwie noch was holen zu wollen. Kvesic sorgte in der 83. Minute mit einem Schuss in den Winkel mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. In der Nachspielzeit verschoss Stefan Kutschke noch seinen Elfmeter. Den schwach geschossenen Ball, hielt Behrens.

Für die Schanzer steigt am letzten Spieltag am Samstag im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße dann der Druck. Durch einen eigenen Sieg spielt der FCI, Relegation gegen den 1. FC Nürnberg. Bei einem Remis oder einer Niederlage sind möglicherweise 1860, Duisburg oder Rostock die Nutznießer. Hier muss dann der Tabellenrechner bedient werden. Sogar 1860 könnte noch auf den „dritten“ Platz, rutschen. Der FCI hat also ein richtiges Aufstiegsfinale gebucht. Bereits bedankt hat sich der FCI bei Bayern II. Durch den 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit haben die kleinen Bayern, den FCI überhaupt in die Situation gebracht, dass der FCI die Relegation noch in der eigenen Hand hat. Unmittelbar nach Abpfiff war der FCI auf Platz fünf abgerutscht und musste den Relegationsplatz an den MSV Duisburg abtreten. Sollte der Hallesche FC gegen Würzburg gewinnen und der FCI gewinnt selbst, kann der FCI sogar noch selbst aufsteigen. Es ist also alles möglich. Vom direkten Aufstieg bis hin zum Nichtaufstieg und der Nicht-Teilnahme am DFB-Pokal kommende Saison. 

Leistungstechnisch muss sich der FCI auf jeden Fall kräftig steigern um beim Derby in Giesing zu bestehen und um am Ende das selbstgesteckte Ziel: Aufstieg – erreichen zu können.

Die Schanzer haben zwar seit fünf Spielen gegen 1860 nicht mehr verloren. Allerdings gelangen in 14 Pflichtspielvergleichen nur zwei Siege.

Bilder: Roland Geier

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