3. Liga: Eine Lösung ist nicht in Sicht

In der 3. Liga droht ein Zerwürfnis zwischen den Klubs. Acht Klubs der dritten Liga fordern nun einen Saisonabbruch. Die Vereine Hallescher FC, Waldhof Mannheim, 1. FC Magdeburg, Preußen Münster, Chemnitzer FC, Sonnenhof Großaspach, FSV Zwickau und Carl Zeiss Jena veröffentlichten am Freitag ein entsprechendes Statement. Die Links findet ihr am Ende des Beitrags. Unter anderem berichtete der Kicker darüber.

Als abschließende Bewertung sollen dann die aktuelle Tabelle herangezogen werden. Der Abstieg soll entfallen, die Regionalliga-Spitzenreiter sollen aufsteigen. Das wäre mit einer Liga-Aufstockung verbunden. Die Vereine argumentieren damit, dass der Fußball eine gesellschaftliche Verantwortung habe. Dass für die Fußballer getestet werden und woanders Testkapazitäten fehlen, sei nicht vertretbar. Betont muss aber werden, dass alle Vereine des Statements sich in akuter Abstiegsgefahr befinden.

Der FC Ingolstadt 04 plädiert dafür, die Saison mit Geisterspielen fortzusetzen. Am Donnerstag sprachen sich alle bayerischen Drittligisten für eine Fortführung der Saison aus.

Der FCI spricht sich klar dafür aus, die Saison mit Geisterspielen zu Ende zu bringen.

Generell ist die Finanzsituation der Vereine in der Liga sehr kritisch. Anders als in der von der DFL (Deutsche Fußball Liga) organisierten ersten und zweiten Bundesliga, sind die Zuschauereinnahmen für viele Vereine in der dritten Liga ein großer Posten im Einnahme-Etat. Das TV-Geld nimmt aufgrund seiner niedrigen Höhe, eine untergeordnete Rolle ein.

Der Wirrwarr wird noch größer, weil ein Regionalligist sich für die Einführung einer zweigleisigen dritten Liga ausspricht. Es soll die Staffeln Süd und Nord mit je 20 Mannschaften geben. Damit würde man das Rad zurückdrehen, als die Regionalliga die dritte Liga war und aus zwei Staffeln bestand. Der DFB wollte 2008/2009 schließlich eine dreigleisige 3. Liga bilden um die Attraktivität zu steigern. Der FCI entfloh der dritten Liga im ersten Schritt und stieg als Zweiter in die 2. Bundesliga auf. Der Vorschlag einer zweigleisigen dritten Liga birgt aber vor allem ein Problem. Wie soll das Ganze wieder rückabgewickelt werden in einer eingleisige? Außerdem sinken die Fernsehgeldbeträge pro Klub anteilig und die Attraktivität würde nicht steigen. Der DFB hat aber bereits bekanntgegeben, dass dieses eingereichte Papier aktuell kein Thema sei.

Doch laut dem Berufsverband Akkreditierte Labore in der Medizin in Deutschland (ALM) würden regelmäßige Tests (alle zwei Tage) von 40 – 50 Personen, lediglich 0,5 % der Testkapazität binden. Dem ALM gehören 200 Labore und 900 Fachärzte an. Das berichtete heute die Augsburger Allgemeine mit Verweis auf einen Beitrag in der Bild. Als Grundlage nahm das ALM die 36 Profivereine aus den ersten beiden Ligen.

Wie letztlich die Klubs der 3. Liga entscheiden, ist noch offen. Aktuell arbeitet die Bundesliga daran in Abstimmung mit der Bundesregierung, den Spielbetrieb im Mai wieder aufzunehmen. Natürlich ebenfalls unter Ausschluss der Zuschauer.

Links:

Neuer Vorstoß für zweigleisige 3. Liga:

https://www.kicker.de/774037/artikel/neuer_vorstoss_fuer_zweigleisige_3_liga

Acht Klubs plädieren für Saisonabbruch

https://www.kicker.de/774082/artikel/acht_klubs_plaedieren_fuer_saisonabbruch

Die Haltung des FCI

https://schwarzrot-blog.de/2020/04/06/spitzauer-geisterspiele-oder-hinrunde-werten/

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