Nachspielzeit: Schanzer das war zu wenig!

Als Alfredo Morales zum 2:0 einköpfte, dachte ich mir so ganz heimlich: das könnte so ein Spiel wie in Pauli werden. Doch schnell überwog bei mir der Gedanke: ein 2:0 beim FCI muss nichts heißen. Zu oft wirkte das Team dann noch wacklig. Das sollte auch in Dresden so sein. Trotz Schwalbe von Kreuzer, war es in Summe einfach zu wenig, was der FCI ablieferte. Es lag nicht nur am Elfmeter, dass der FCI weiter auf der Stelle tappt.

Es war ein schöner Fußball-Tag in Dresden. Strahlender Sonnenschein, man fühlte sich fast an den Sommer erinnert. Auch die Stimmung im Stadion war gut. Man war hoffnungsvoll. Viele Schanzer reisten mit nach Dresden. Meine Freundin und ich weilten seit Freitag Mittag bereits in der Landeshauptstadt.

Der FCI begann gut. Wieder aggressives Pressing, früh draufgehen und dann Nadelstiche setzen. Aber auch Dresden präsentierte sich agil. Besonders über die Außenbahnen marschierte Dresden immer eifrig, Richtung Ingolstädter Tor. Und bereits nach 13 Minuten klingelte es. Marcel Gaus schob die Kugel in den Kasten. Ob er das genauso wollte? Keine Ahnung. Jedenfalls kullerte der Ball in Zeitlupe Richtung Pfosten. Es machte „dumpf“ und der Ball war drin. Dresdens Torwart blieb nichts Anderes übrig, als dem Ball hinter her zu schauen. Zehn Minuten später köpfte Alfredo Morales zum 2:0 ein. Das Spiel lief zu Gunsten der Schanzer. In der 30. Minute gab Dresdens Kreuzer wieder ein Statement: „Pro Videobeweis“ in Liga zwei  ab. Kreuzer ließ sich fallen gegen Gaus. Von der Ferne muss man sagen, sah es wie ein Foul aus. Aber wenn man im Gästeblock sitzt, ist das auch kein Wunder. Zuvor verpennte allerdings Levels den Flankengeber entscheidend zu attackieren und ging sehr zaghaft  zu Werke. Mlapa verkürzte zum 2:1. Auch den Ausgleich erzielte Mlapa. Nach einer Verlängerung der vorausgehenden Ecke, schoss er wuchtig unter die Latte.

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Lieferte die Vorlage zum 2:0, Marvin Matip. Alle Bilder: Roland Geier

 

Das Dresdner Publikum war wieder da. Und auch das 2:2 war ein ordentlicher Schlag die Nieren der Schanzer. Denn danach entwickelte der FCI keine Schlagkraft mehr in der Offensive. Dresden ging nun mit Volldampf auf den Gegner. Dynamo setzte die FCI-Spieler ordentlich unter Druck. Auch die Wechsel von Coach Leitl griffen nicht, weil Dresden einfach die Räume dicht machte. Die Mittellinie war Ingolstadts Endstation. Dresden drückte weiter und konterte. Allerdings hielt die FCI-Abwehr meistens stand. Allen voran ein Mlapa wollte mit aller Macht das dritte Tor. Glück hatten die Schanzer als Nyland den Ball fallen ließ und Kreuzer traf nur das Lattenkreuz. Gott sei Dank! Letztlich musste man froh sein, dass das Spiel 2:2 ausging und der FCI einen Punkt mitnahm.

Auch wenn dem Elfmeter für Dresden eine klare Schwalbe von Kreuzer vorausging hatte der FCI nach wie vor das Heft in der Hand. Einen Zwei-Tore-Vorsprung darf man sich auswärts einfach nicht aus der Hand nehmen lassen. Im weiteren Spielverlauf war es schwierig das Spiel nochmal in Richtung FCI zu lenken. Es zeigte sich allerdings auch deutlich, dass die Mannschaft in dieser Drucksituation keine Lösungen parat hatte.

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Ich kann und will mich mit diesem Punkt einfach nicht anfreunden. Dieses 2:2 nervt mich einfach. Der FCI tappt in der Tabelle auf der Stelle. Jetzt kann man sagen, dass es am Freitag zu einem kleinen Kellerduell kommt. Der Tabellensechszehnte 1. FC Heidenheim kommt nach Ingolstadt. Der Vorsprung auf Heidenheim beträgt maue drei Punkte. Gegen Heidenheim könnte man sich abermals Luft im Keller verschaffen. Gewarnt muss man sein, denn das Spiel der Heidenheimer gegen Kiel war ein Offensivfeuerwerk. 3:5 verlor Heidenheim am Ende. Doch trotzdem war dieses Spiel ein Fingerzeug, vor allem weil Spielmacher Schnatterer scheinbar wieder Tore erzielt. Man darf also auf Freitag-Abend sich freuen. Fakt ist: ein 2:0-Vorsprung für den FCI heißt nichts.

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