Nachspielzeit: Ein Spieltag zum Vergessen

Es war ein Spiel und ein Spieltag zum Vergessen. Bis zur 90. Minute sah es gegen die Bayern so aus, als könnten unsere Schanzer zum ersten Mal, Punkte holen. Doch dann kam der Sekundentod. Vidal und Robben ließen alle im Stadion erstarren. Außer die Bayern-Fans, die hemmungslos über diesen schmeichelhaften Sieg jubeln konnten. Auch die Bayern-Fans sahen bis dato ein schwaches Spiel. Viele Zweikämpfe, wenig Offensivaktionen. Die Bayern standen recht tief, die Schanzer brachten wenig Power über den Flügel. Und so eierte das Spiel vor sich hin. Damit hatten wir allerdings weniger Probleme als die Münchner. Und nachdem sich viele schon mit dem Remis arrangiert hatten und ich die Wortschöpfung „DerbyUentscheider“ erfand.

…Mit solch einer Führung hätte man sogar einverstanden sein können…

Ja dann, läutete Lewandowski die turbulente Schlussphase ein. Zuvor zog er schon den Zorn der Zuschauer auf sich, als er Bregerie mal dezent zur Seite schubste. Mit dem Foul vom Franzosen an Kimmich, war er wohl nicht einverstanden. Er kam mit Gelb davon. Rot wäre allerdings auch nicht die falsche Entscheidung gewesen. Jener Lewandowski, der Mann für die wichtigen und technisch-brillierten Tore zog aus 18 Metern einfach mal ab. Sein Schuss flog genau ans Lattenkreuz. Ein paar Zentimeter weiter links, dann hätte es 1:0 für München gestanden. Mit solch einer Führung hätte man sogar einverstanden sein können. Lewandowski, Traumtor, schön Applaus für die Bayern. Ja das hätte man verschmerzen können. Nur der Sekundentod war ein Schock. Kaum war das erste Tor verdaut, schlug es gleich nochmal ein. Die Schanzer verlieren einen Punkt binnen 1,5 Minuten. Alles verloren nach 90 Minuten wackereren verteidigen und 1,5 Torchancen. Bei Tisserands Kopfball war so gefährlich, dass sich sogar Neuer mal strecken musste. Er „schlug“ oben auf dem Tornetz auf.

„…Kaum war das erste Tor verdaut, schlug es gleich nochmal ein…“

Als wäre das Ganze schon nicht schlimm genug, spielte die Konkurrenz nicht für uns. Darmstadt siegte 2:1 gegen den BVB. Eine ordentliche Überraschung. RB Leipzig verlor gleich 3:0 gegen den Hamburger Sport-Verein. Einzig Bremen blieb punktlos (0:1 gegen Gladbach). Und so ordnete sich das Feld wieder ein bisschen neu. Die Schanzer nun Vorletzter, Darmstadt rückte näher ran. Bremen steht nun auf dem Relegationsplatz. Der Rückstand auf Werder beträgt einen Punkt. Die Hamburger sind auf Platz 15, nun vier Punkte entfernt. Alles noch in Ordnung. Aber auch nicht schön.

Am Samstag geht es dann zum Überraschungsteam dieser Saison. Die SG Eintracht Frankfurt rockt aktuell die Bundesliga. Nach den Relegationsspielen in der vergangenen Saison gegen Nürnberg, steht nun das Team aus Hessen auf Platz drei. Gegen die SGE gewannen die Schanzer ihr erstes Bundesliga-Heimspiel. Das wird ein Spiel frei nach „Seiler und Speer“ „a schware Partie.“

Ach im Übrigen. Gegen die SGE kassierten wir einen noch bitteren Lucky-Punch. Am 13. Spieltag der Saison 2011/2012 in der 2. Liga führten die Schanzer lange gegen Frankfurt. In der 73. Minute traf Leitl zur Führung. Matmour glich dann in der sechsten Minuten der Nachspielzeit zum Ausgleich.  Alter Beitrag -> Schanzer verpassen die Sensation: FC Ingolstadt kassiert in der Nachspielzeit bitteren Ausgleich

Na dann, Mund abwischen, weiterkämpfen und gegen die SGE punkten. Gemeinsam #1bleiben! Und vor allem eins nicht vergessen. Die Saison ist noch lang. Da ist für diese kämpfende Truppe noch einiges drin!

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