Auf Gedeih und Verderb – Das Sechs-Punkte-Spiel gegen den HSV

Es sind noch 17 Spiele zu spielen. Die Hinrunde ist jetzt rum. Und am Wochenende startet die Rückrunde. Und die Schanzer dürfen keinen geringeren als den Hamburger Sport-Verein empfangen.

 „…auf Gedeih und Verderb müssen Punkte her…“

Die Konkurrenz über beiden Strichen konnte am Wochenende nicht punkten. Glück für uns. Denn wir selbst mussten einen Treffer in der Nachspielzeit gegen Schalke 04 schlucken. 0-1 in der Nachspielzeit, null Punkte und immer noch Platz 17. Unserer Mannschaft kann man nach der Leistung in Gelsenkirchen keinen Vorwurf machen. Unsere Schanzer haben wieder munter gekämpft. Hatten sogar Chancen mehr als nur einen Zähler mitzunehmen. Doch dann kam die Kombination Schöpf-Burgstaller. Und der Neuzugang aus Nürnberg würgte den Ball irgendwie über die Linie. So wie halt Stürmer ihre Tore erzielen, wenn sie einen Lauf haben. Doch das alles zählt bekanntlich nicht, wenn am Ende keine Punkte dastehen.

So ist das Spiel am Samstag ein „Sechs-Punkte-Spiel“, auf Gedeih und Verderb müssen Punkte her. Am besten ein Sieg. Mit einem Sieg könnten die Schanzer auf den Relegationsplatz springen und hätten Reichweite zum ersten Nichtabstiegsplatz. Eine Niederlage dagegen würde den Abstand auf den HSV von einen auf vier Punkt erhöhen. Damit würde die Lage verfahrener werden.

„…Natürlich sind die Schanzer nach einer Niederlage gegen den HSV noch nicht abgestiegen…“

Zumal die kommenden Gegner, Brocken sind: Hertha BSC Berlin, FC Bayern München und Eintracht Frankfurt. Alles Gegner die stark sind, allerdings aber auch Gegner gegen die man etwas holen kann. Was spricht gegen den HSV?  Die Hamburger haben ähnlich wie die Schanzer nur 14 Tore in 17 Spielen erzielt. Und die Zahl von 32 Gegentoren ist fast Spitzenwert in der Liga. Nur Bremen kassierte mit 36 Toren, mehr Gegentore. Auch die Hamburger sind noch nicht lange über dem Berg. Die Hanseaten verfügen zwar zweifelsohne über große Qualität. Insbesondere Nicolai Müller stach in den letzten Spielen der Hinrunde hervor. Auch Kostic und Wood beherrschen ihr Handwerk. Gegen den VfL Wolfsburg kämpften die Hamburger wacker, Punkte wollten aber nicht herausspringen. Allen voran weil Wolfsburgs Neuzugang Ntep, seine ganze Klasse andeutete.

„…Nur vielleicht ist es einfach die verdammte Angst, nächstes Jahr wieder in der zweiten Liga zu spielen…“

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Gegen den HSV soll es keine Bruchlandung geben. Die Schanzer wollen am Samstag den ersten Sieg gegen Hamburg feiern. Bild: Roland Geier

 

Natürlich sind die Schanzer nach einer Niederlage gegen den HSV noch nicht abgestiegen. Doch eine Niederlage würde die Lage verschlimmern. Der Druck würde steigen, die Sieg-Pflicht wäre in jedem Spiel umso größer. Mit einem Sieg verschaffen sich die Schanzer, Luft im Keller. Und senden abermals ein Signal an die Liga: Hey, wir gehen nicht runter. Ihr könnt sagen und machen was ihr könnt. Gut möglich dass das Spiel gegen den HSV wieder ein Spiel mit Abnutzungskampf pur wird. Die Spiele gegen den HSV waren bisher meistens enge Partien. Bisher konnten unsere Ingolstädter die drei Vergleiche in der Bundesliga nie gewinnen. Allerdings haben wir auch noch nie gegen die Rothosen verloren . Die Bilanz lautet eine Niederlade und zwei Remis. Einzig im Pokal gab es 2008/2009 in der ersten Hauptrunde eine Pleite.

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Riesen-Enttäuschung. Nachdem Tor von Burgstaller sind Matip und Torwart Hansen, fassungslos und enttäuscht. 

Male ich den schwarzen Peter an die Wand? Bin ich der böse, Pessimist? Ich glaube nicht. Ich glaube an das Team. Diese Truppe kann den Klassenerhalt schaffen. Es wird allerdings extrem schwer. Und zur Not gehen wir noch in die „Verlängerung“ und treten in zwei Relegationsvergleichen unsere Klassentauglichkeit unter Beweis. Auch ok. Nur vielleicht ist es einfach die verdammte Angst, nächstes Jahr wieder in der zweiten Liga zu spielen. Die viele Fans wahrscheinlich haben. Bei mir äußert sie halt in minimal Pessimismus gepaart mit Realismus. Doch eines lässt mich immer an dieses Team glauben. Wir sind der ekligste der Gegner der Liga. Und wir haben schon viel aussichtslosere Saisons rumgebogen. Das macht Mut, dass wir auch diese Aufholjagd erfolgreich abschließen.

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