Die „Halbzeit-Bilanz“: die Stürmer

Die Bundesliga-Hinrunde der Saison 2016/2017 ist zu sechszehn, siebzehnteln zu Ende. Zeit eine Bilanz zu ziehen, wie sich unsere Spieler geschlagen haben. Im letzten Teil geht´s nun um unsere Stürmer.

STURM

Moritz Hartmann: 14 Einsätze hat der ewige Schanzer „Bomber“ Hartmann in dieser Saison absolviert. Ein Tor hat er bisher erzielt. Ein sehr wichtiges, das sogar für das „ARD Sportschau Tor des Monats“ nominiert wurde. Sein Knaller gegen Darmstadt sorgte für wichtige drei Punkte und Premieren-Sieg unter Maik Walpurgis. Sein Glück bei Strafstößen scheint ihm aber abhanden gekommen zu sein. Gegen Wolfsburg verschoss er erstmals einen Elfmeter in der Bundesliga. Die anderen Elfmeter schoss Lukas Hinterseer (gegen Hoffenheim und in Köln). Zwischenzeitlich fiel der Stürmer aufgrund einer Muskelverletzung aus. Wie oft Hartmann in der Rückrunde in der Startelf steht, bleibt abzuwarten. Er könnte einer generell defensiveren Ausrichtung zum Opfer fallen. Trotzdem bleibt Hartmann für das Team auch alleine wegen seiner Erfahrung wichtig. Er hat schon zahlreiche Ingolstädter Abstiegskämpfe miterlebt. Er ordnet sich geräuschlos unter, wenn er nicht  spielt. Und wenn er auf dem Platz steht, ist er wichtig für das Team und glänzt mit Einsatz. Also wäre es für ihn keine neue Situation, sollte er sich in der Rückrunde öfters auf der Bank wiederfinden.

Lukas Hinterseer: Erzielte wie im vergangenen Jahr das erste Schanzer Tor des Jahres. Dieses Mal gegen den HSV. Wurde von Kauzinski, dann aus der Startelf nahezu verbannt. Und spielte auch unter Walpurgis bisher nur eine sehr untergeordnete Rolle. Gegen Augsburg und gegen Freiburg wurde es sogar zur Halbzeit ausgewechselt. Der Publikumsliebling hat in diesem Jahr einen schweren Stand in Ingolstadt. Was auch an seinen Leistungen liegt. Die große Torgefahr strahlte der sympathische Österreicher in dieser Saison noch nicht aus. Drei Tore erzielte er bisher.

Robert Leipertz: Kam kaum zum Einsatz und konnte sich daher auch nicht beweisen. Scheint bei Walpurgis auch keine große Rolle zu spielen. Der neue Coach schenkt eher Leckie oder Kittel das Vertrauen. Leipertz wurde bisher nur ein paar mal eingewechselt. Ob er in er Rückrunde noch auf mehr Spielzeit kommt, muss abgewartet werden.

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Fleißig und schnell. Aber vor dem Tor strahlt Leckie einfach zu wenig Gefahr aus.

Mathew Leckie: Er kämpft, er haut alles ins Spiel rein. Und ist zu dem auch noch verdammt schnell. Nur er hat für einen Außenstürmer ein großes Manko. Die Torausbeute. In 15 Spielen, null Tore. Leckie trifft einfach das Tor nicht. Es ist ja nicht so, dass er genügend Chancen gehabt hätte. Doch irgendwie geht ihm  vor dem Tor Kraft oder Präzision verloren. Das ist Schade. Denn für seine Leistungen, müssten einfach mehr Tore herausspringen. Symptomatisch sind Situationen wie beim Heimspiel gegen Wolfsburg, als er alleine auf den Torhüter zuläuft und ihn anschießt. Oder gegen die Augsburger, als er alle Spieler überläuft und dann als halbrechter Positionen ein Schüsschen produziert. An seinen Abschlüssen muss der Australier unbedingt arbeiten. Er scheint aktuell noch gesetzt zu sein im Team. Sonny Kittel könnte allerdings ihm den Rang ablaufen, sollte er zu 100% fit sein.

Stefan Lex: Acht Einsätze in der laufenden Saison. Unter Kauzinski war der schnelle Wirbelwind, Aufstiegstorschütze und Publikumsliebling noch öfters gefragt. Unter Walpurgis wartet der Erdinger noch weiter auf seine Chance. Ob er die in der Rückrunde noch bekommt? Aktuell sieht es jedenfalls so aus, als würde er unter Walpurgis keine allzu große Rolle mehr zu spielen. Wenn jedenfalls wird die Südtribüne sein Ehrenlied anstimmen: „Oh Stefan Lex…. walk alone, sing a song….“

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Bei den Bayern gingen die Schanzer durch ein frühes Tor von Lezcano in Führung. Bilder: Roland Geier

Dario Lezcano: Ein frühes Tor gegen Bayern, Doppelpack gegen Dortmund. Drei Tore hat der Sturmtank bisher erzielt für die Schanzer. Lezcano ist auch der meistgefoulteste Spieler der Liga. Und ist schnell und bullig am Tor. Zu mehr Toren reichte es bisher nicht. Was auch daran lag, dass Lezcano viel mit nach hinten arbeitet. Und aktuell meistens als alleinige Spitze aufläuft. Sein Job ist eher, Gegenspieler zu  binden und so Räume für die Mitspieler zu schaffen. Das zeigt auch die Torschützenliste der vergangenen Spiele: Jung, Morales, Cohen und Suttner. Aktuell treffen eher die Defensivspieler als die Stürmer. Das ist im Endeffekt auch egal. Doch dem Südamerikaner dürfte ein Erfolgserlebnis auch mal wieder gut tun. Trotzdem ist sein Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten, vorbildlich und aller Ehren wert. Er ist im Team gesetzt und wenn er am Ball ist, strahlt er auch Gefahr aus.

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