PROlive – Maxi über die Ferien, den Neuanfang, den Abschluss und seine Zukunft

Das Interview führte Florian Baumgartner.

Die Sommerferien sind vorbei, wie resumierst du über deine eigentlich letzten Sommerferien als Schüler?
Es war eigentlich nochmal super Ferien. Die England Großfahrt war einfach Klasse, ich hab neue Leute kennengelernt, neue Freunde gewonnen. Habe mich auch auf Einstellungstests und für die M10 in Mathe vorbereitet.

Die M9 war definitiv, ein schlechtes Schuljahr für dich. Wird die M10 das „Wiedergutmachungsschuljahr?“
Man darf von mir keine Hexereien erwarten, ganz und gar nicht. Ich werde natürlich jetzt nicht zum besten der Klasse avanchieren. Mit dem Notenschnitt 3,1 bin ich weit nach unten gerrutscht. Und kann natürlich dann auch nicht mehr es beschönigen mit dem Satz: eigentlich bin ja besser. Es war ein schlechtes Jahr, wo man halt deutlich gemerkt hat, was passiert wenn man faul ist. Mich hat es so glaube ich, sehr stark getroffen. Bin aber letztendlich mit diesem Zeugnis zufrieden, denn es heute noch schlimmer ausgehen können.

Mit welchen Zielen gehst du ins neue Schuljahr, in dein letztes Schuljahr?
Ziele? Was sind denn schon Ziele? Letztes Jahr habe ich mir meine eigenen Ziele selbst zerschlagen. Es wird kein Spaziergang, das ist sowieso klar. Die Ziele sind eigentlich schnell und einfach formuliert aber auch mit harter Arbeit verbunden. Mathe im Zeugnis viererlos gestalten, am besten ein Zeugnis ohne 4er und natürlich einen guten Abschluss.

„….im Juli 2010, sollte schon jemand mal herkommen und sagen: Gut gemacht, Junge!…“


Einen guten Abschluss? Wann ist denn ein Abschluss, für dich ein guter Abschluss?
„Gut“ ist imme realtiv, ein sehr dehnbarer Begriff vor allen in der Schule, auf einzelne Personen bezogen. Ich fokussiere, einen 4erlosen Abschluss. Denn im Juli 2010, sollte schon jemand zu mir herkommen und sagen: Gut gemacht, Junge!

Könntest du auch Zahlen nennen, in den einzeln Prüfungsfächern?
Ich wirf jetzt sicher keine Noten in den Raum, die ich erreichen möchte. Denn keiner weiß, wie schwer die Prüfungen werden, die im Juli auf uns zukommen. Wie gesagt, Mathe 4er frei, alles andere besser als 4. Aber natürlich ist das Ziel ein Schnitt in dem mehr 2er als 3er drinen stehen. Mein insgeheimes Ziel ist ein Schnitt mit 2,5.

Wie willst du dieses schwierige Jahr meistern? Du wirst auf einiges verzichten müssen.
Natürlich, muss man einiges einschränken. Aber dafür haben meinen Eltern vorgesorgt. 2010, bis zum Abschluss kein Lager. Internet bis 21:30h und dann muss der PC aus sein. Ich nehme mir vor, an jedem Schultag nochmal mich hinzusetzen und die alten Einträge anzuschauen. Denn dann weiß man was „gespielt“ wird am nächsten Tag. Wenn ich bis Dezember, dranbleibe und das auch konsequent durchziehe. Ist das schon die halbe Miete. Was 2010 dann passiert, mit der Prüfungsvorbereitung, ist wieder ein ganz anderes Kapitel.

Mathematik, das Fach wo du die meisten Schwierigkeiten hast. Wird dir dieses Jahr endlich der „Sprung“ auf die 3 gelingen?
Es geht nicht anders, er muss mir gelingen. Dieses Fach könnte mir das Genick abhauen, in der Prüfung und im Abschlusszeugnis. Dieses Fach hat mir mit Abstand in der M9 die meisten Nerven gekostet und auch meinen Eltern. Ich habe in den Ferien, Aufgaben geübt um vorbereitet zu sein. Man kann natürlich jetzt nicht erwartet, das ich zum Mathe-Guru schlechthin werde, aber ich werde mitschwimmen können, wenn weitermache, da wo ich aufgehört habe. Also auch zuhause, wenn die Schule wieder begonnen hat zu üben.

„….Fach hat mir mit Abstand in der M9 die meisten Nerven gekostet und auch meinen Eltern…“


Hast du Angst vor diesem Schuljahr. Ganz ehrlich?
Wenn ich ehrlich, ja. Ich habe natürlich Angst, nach diesem letzten Schuljahr, schießt einem viel durch den Kopf. Was schief gelaufen ist und was man besser machen will.

Vor was hast du denn genau Angst?
Vor allem Angst vor der Zukunft. Am letzten Abend bei der England Großfahrt, saß ich kurz vor Mitternacht auf umgeknickten Baum unten am Strand. Diese 30 Minuten, habe ich über alles nachgedacht, was passiert ist und was passieren wird. Das schlimme ist, man kann es nicht mehr rückgänig machen und auch die Zukunft vorhersehen. Ich muss es mir selbst ankreiden, aber solche Sachen beschäftigen einen schon sehr stark. Es zerrt regelrecht an den Nerven.

Meinst das dich deine Angst durch die M10 begleiten wird?
Das weiß ich nicht. Ich glaube, wenn der Erfolg wieder zurückkommt und die Noten stimmen, werden diese Ängste schnell per se sein.

Was verstehst du unter Erfolg?
Man Ziel war nie Klassenbester zu werden. Nie, das war noch nie mein Ideal, der beste zu sein. Und auch meine charakterlichen Eigenschaften, sind nicht so gestrikt, das ich der beste sein muss. Ich bin ehrgeizig, aber nicht süchtig danach, die Nummer 1 zu sein. Schulischen Erfolg definiere ich damit, das weniger 4er, 5er und 6er dabei sind. Das diese drei Noten, wenn sie vorkommen wirklich die Seltenheit sind und in einer Notenbilanz auch vom Lehrer als „Ausrutscher“ gesehen werden können. Aber wenn in einem Fach bei Exen, zwei 5er drinnenstehen und in der Probe zwei 4er, dann ist das kein „Ausrutscher“ mehr. Ich muss bei Proben nicht der Beste sein. Aber wenn man zu den besten 5 der Klasse gehört, ist das schon schön. Wenn man schulischen Erfolg hat, ist die allgemeine Laune automatisch besser.

Bestimmt somit der schulische Alltag deine Laune?
Nicht direkt. Aber ich meine, wenn man in der Schule nicht gut ist, dann bedrückt doch das einen automatisch, oder nicht? Mir waren meine Schulnoten eigentlich noch nie egal. Mich hat das schon immer beschäftigt, wenn´s gut oder schlecht lief. Wenn es gut läuft, ist man natürlich in einer positiveren Stimmung als wenn es schlecht läuft.

Wie wirst du morgen in die Schule gehen, mit welcher Einstellung oder welcher persönlichen Erwartungshaltung?
Mit einer offenen, ich weiß nicht genau, was mich morgen erwartet. Der Lehrer ist der gleiche, das ist schon mal positiv. Ich bin auf den Stundenplan gespannt, nach der Schule richtet sich meine Terminplanung nun mal. Ganz ehrlich gesagt, ich bin froh wenn es rum ist. Ich muss für mein Ziel hart arbeiten, es wird wirklich eine harte Zeit. Aber ich bin froh, wenn ich mein Abschlusszeugnis nehmen kann und sagen kann: Leute, ich hab´s euch gezeigt, ich kann´s. Ich möchte im Juli 2010, das Kapitel nochmal gut zu Ende schreiben. Die Schule mit einem lächeln verlassen und sagen, jetzt geht ein neuer Lebensabschnitt los. Nicht mehr und nicht weniger.

Wirst du deine Schulzeit vermissen?
Eigentlich eher weniger. Wir haben zwar in der Klasse selbst viel Spaß. Aber um ehrlich zu sein, ich habe nur sehr wenige oder fast gar keine Freunde in dieser Klasse mit denen ich privat was zu tun habe. Meine Freunde, habe ich woanders. Meine beste Freundin kommt aus Zuchering, mein bester Freund aus Karlshuld, der hat im September seine Ausbildung begonnen. Vom dem Bereich her gesehen, werde ich da nicht viel vermissen.

Wirst du deinen Abschluss berauschend feiern?
Das weiß ich noch nicht, wie gut er ausfällt. Wenn er richtig gut ist, so wie, mein Lehrer sowohl auch meine Eltern das erwarten, darf ich berechtigt berauschend feiern. Aber die richtige Feier, gibt es erst auf dem Bundeslager in Wolfsburg. Da wird zwar nicht gefeiert, wie das manche hier denken. Aber kann man in der neue von Freunden abends, doch entspannt sich freuen, das es vorbei ist. Ich werde sicher nicht besaufen.

„….Ich werde mich sicher nicht besaufen…“


Also wird das Bundeslager „Leinen los…“ zu deinem Lager des Entspannens?
Es wird ein gutes Lager werden, denke ich. Ich werde dieses Lager natürlich intensiver erlauben, befreiter erleben, weil der ganze Druck weg ist. Es wird für mich wohl eines der besten Lager werden, das ich erlebt habe. Die Vorfreude ist entsprechend groß, aber aktuell stehen die schulischen Dinge im Mittelpunkt. Das BuLa soll das Sähehäubchen auf den Abschluss bilden.

Möchtest du in der M10, nochmal zum Abschluss Klassensprecher werden?
Wenn ich gewählt werde, ist das in Ordnung, wenn nicht, auch recht. Ich poche nicht darauf, Klassensprecher zu werden. Isabell hat hervorragende Arbeit gemacht. Wenn ich mit Isabell gewählt werden sollte, wär es in Ordnung. Aber mich muss keiner wählen, ich werde mich zur Wahl stellen. Das ich Verantwortung tragen kann und das man mir Vertrauen kann, habe ich schon öfters bewiesen, wenn nicht in der Schule, aber bei Freunden und bei den Pfadfindern.

Nochmal ein Schluss-Statement?
Ja, ich hoffe auf einen schönen Schulstart. Auf ein gutes Schuljahr, mit einem guten Abschluss. Und vor allem auf einen feierbaren Abschluss. Ich hoffe wir werden als gute M10 uns in die Vita unseres Lehres eintragen können. Und das er zurückblicken und sagen kann: das war eine wirklich gute Klasse.
In diesem Sinne, packen wir es an. Auf ein letztes Jahr, auf ein schönes Jahr. AK010 – Erfolg neu definiert 😉

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