Gaus rettet den Punkt gegen 1860

In diesem Derby war wirklich alles drin. Vier Tore, enge Kiste, eine Rote Karte. 14.697 Zuschauer kamen in den Sportpark. Das Ziel war klar: den dritten Sieg gegen 1860 einfahren. Bereits nach 17 Minuten klingelte es im Kasten der Löwen. Marcel Gaus Schuss ging wie ein Strahl ins Gehäuse der Löwen. Ein Auftakt nach Maß. Doch die Führung sollte leider nicht lange Bestand haben. Denn die Löwen konnten die Partie drehen. Auffallend bei beiden Gegentoren war, dass die Schanzer extrem anfällig waren bei Bällen über die Außenbahn. Beide Gegentore fielen zu leicht. Fabijan Buntic hielt dann die Schanzer im Spiel. Denn nur sieben Minuten nachdem 2:1, verhinderte Buntic mit einem Weltklasse-Reflex das 3:1.

Bis zur Halbzeit fiel dem FCI nichts mehr ein. Das Team wirkte verunsichert und versuchte über einen sicheren Aufbau sich Sicherheit zu verschaffen. Allerdings unterliefen dem Team auch viele Stockfehler.

Die zweite Hälfte plätscherte erst vor sich hin, doch dann ging es richtig rund. Aysena beförderte mittels Heber den Ball Richtung Latte, die Kugel sprang von der Linie zurück ins Feld. Maximilian Beister wollte den zweiten Ball verarbeiten mittels Grätsche. Doch seine Grätsche traf Gegenspieler Berzel mit gestreckten Bein. Beister sah folgerichtig die Rote Karte. Die Grätsche jedenfalls war völlig unmotiviert, weil wirklich keine Chance Bestand den Ball zu treffen. Berzel gab gegenüber der Süddeutschen Zeitung zu Protokoll: „Ich glaube, ohne Tape, wäre mein Sprunggelenk jetzt durch.“

Musste mit Rot runter: Maxi Beister

Doch die Rote Karte war eine Art Dosenöffner. Die Schanzer zeigten wieder mehr offensives Engagement und wurden auch belohnt. Ein langer Ball von Buntic fand, Ayensa der zu Gaus verlängerte. Gaus umkurvte technisch brillant den Torwart und glich aus. Kutschke zeigte in dieser Situation seine Wichtigkeit, denn er sorgte mit seinem Block dafür, dass der Ball erst den Weg zu Ayensa fand. Kutschke hatte noch eine Torchance aus der Distanz, doch sein Ball verfehlte am Ende doch deutlich das Tor der Löwen.

War ganz klar der beste bei den Schanzern: Marcel Gaus
Alle Bilder: Roland Geier

Am Ende darf man mit dem 2:2 sehr zufrieden sein. In der ersten Hälfte ließen die Schanzer oftmals das Konzept vermissen. Im zweiten Durchgang wirkte die Rote Karte wie ein großer Motivationsschub. Marcel Gaus war ganz klar der Mann des Spiels. Wir haben schon deutlich schlechtere Spiele gegen 1860 im Sportpark gesehen. Die Schanzer sind nun zehn Spiele in Folge ungeschlagen und beenden die Hinrunde auf Platz zwei hinter Duisburg mit lediglich drei Niederlagen. Am Sonntag geht es dann zuhause noch gegen Carl Zeiss Jena. Jena hat diesen Spieltag gegen Großaspach gewonnen und möchte den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz verkürzen. Höchste Vorsicht ist also geboten!

Bis zu einem bedeutungsvollen Derbysieg wird es aber noch weiter dauern. Erst kommende Saison könnte wieder ein Derby gegen Regensburg ins Haus stehen.

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