Keidel, Mo, Tobi und Malte

Am kommenden Montag starten die Schanzer in ihre zweite Drittliga-Saison. Zuletzt spielte man 2009/2010 in der 3. Liga. Damals wurde der „Betriebsunfall“ Abstieg umgehend korrigiert. Über den Umweg Relegation stieg der FCI wieder in die 2. Liga auf. Die Saison in Liga drei war geprägt von einigen Stolpersteinen, Kantersiegen und auch legendären Spielen.

Wie die kommende Saison wird? Keine Ahnung. Leicht wird sie jedenfalls nicht. Zeit und Grund genug auf die erste Drittliga-Saison der Schanzer zurückzublicken.

Zwei Trainer, am Ende der Aufstieg über die Relegation. So könnte man die bisher erste Drittliga-Saison der Schanzer abkürzen.

Vollgas in der Kabine. Die Schanzer feiern den direkten Wiederaufstieg in Rostock.

Doch die Saison war von mehreren Sachen geprägt. Zwei Trainer standen an der Seitenlinie beim FCI. Horst Köppel blieb bis zum 16. Spieltag Coach der Schanzer, danach übernahm Michael Wiesinger. Aber vor allem die Offensive brillierte. 5:0 gegen Erfurt, 6:0 gegen Burghausen, 4:1 gegen Bremen II, 5:1 gegen Wehen-Wiesbaden,  5:1 gegen Aue, 4:3 gegen Heidenheim, 5:1 in Wiesbaden, die Tormaschinerie der Schanzer lief auf Hochtouren. 72 Tore erzielte der FCI am Ende, alleine Moritz Hartmann steuerte 21 Tore bei. Stefan Leitl traf 12-mal ins Schwarze. Das Team war von echten Typen geprägt. Da war Tobias Fink, ein Fußballer alter Schule, Andreas Buchner Publikumsliebling und Flügelflitzer, Andreas „Zecke“ Neuendorf, Ralf Keidel als Rammbock in der Abwehr, Malte Metzelder als Instanz im Mittelfeld, Markus Karl, Fabian Gerber, Stefan Leitl als Antreiber und Spielmacher, der Niederländer Robert Braber, Moise Bambara und vorne Torjäger Mo Hartmann im Kombination mit Steffen Wohlfarth. Diese Mannschaft war ein verdammt geile Truppe. Eine Truppe die Spaß gemacht hat.

Malte Metzelder der Muskelprotz trifft beim Kantersieg gegen Wacker Burghausen.

In Erinnerung bleiben mir vor allen viele Schützenfeste, eins davon besonders. Das Minus-18-Grad-Spiel kurz vor Weihnachten gegen Erzgebirge Aue. Auch das 6:0 gegen Burghausen zuhause gegen Ex-Trainer Press bleibt unvergessen. Genauso die 4:2-Pleite in Burghausen. Die Saison war vor allem davon geprägt, dass es das Team trotz großer Techniker es nicht schaffte, durchzuziehen. Immer wieder folgte unnötige Niederlagen. Der direkte Aufstieg war lange drin. Doch hinten raus ging dem Team bisschen die Luft aus. Am 36. Spieltag spielte die Truppe nur Remis gegen den VfB Stuttgart II, gewann zwar eine Woche später 5:1 in Wiesbaden, am letzten Spieltag gab es aber gegen Sandhausen eine Punkteteilung.

Stefan Leitl war eine der wichtigsten Figuren im Team. Gegen Dortmund II verloren die Schanzer trotzdem.

Am Ende war die Freude über den Relegationsaufstieg umso größer. Die Schanzer kehren in die zweite Liga zurück und beziehen ihr neues, eigenes Stadion. Für das ESV-Stadion fiel beim Relegationshinspiel gegen Hansa Rostock, der letzte Vorhang was Profi-Fußball anging.

Diese Saison in Liga drei war ein wilder Ritt. Das Kapitel in meinem Buch, dass sich mit der dritten Liga auseinandersetzt heißt „3. Liga – einmal und nie wieder.“ Da sind wir wieder. Bereit für neue Schlachten, Abenteuer, Stadien, Schützenfeste und Niederlagen. Lassen wir die Spiele beginnen. In der Hoffnung dass sich eine ähnlich geile Truppe findet, wie damals. Ich freue mich darauf. 

In Liga drei geht es nicht zimperlich zu. Moise Bambara im Zweikampf bei der 4:2-Niederlage in Burghausen

Torjäger und Derbytorschütze im Jahnstadion gegen Regensburg: Moritz Hartmann

Stand lange im Tor als Nummer eins. Doch nachdem das Team eine 3:0-Führung gegen Braunschweig hergab und am Ende 3:3 spielte, wurde Michael Lutz als Nummer eins von Marco Sejna abgelöst.

Ein häufiges Bild. Andreas Buchner jubelt mit Moritz Hartmann gegen Erzgebirge Aue.

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