#HSVFCI: Auf ein Wiedersehen kommende Saison?

Es ist ein richtiger Knaller am Samstag im Volksparkstadion. Ein Spiel mit großer Bedeutung für beide Klubs. Die Schanzer bangen und hoffen auf den Klassenerhalt. Und der HSV bangt um den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Zeit für eine etwas ausführlichere Vorschau vor diesem bedeutenden Spiel.

Als die Schanzer zum ersten Mal in einem Pflichtspiel (August 2008) auf den Hamburger Sport-Verein trafen, beendeten die Nordlichter die vergangene Bundesliga-Saison auf den vierten Platz. 2009/2010 drangen sie in der Europa League bis ins Halbfinale vor. Damals verloren sie gegen den FC Fulham und verpassten so die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion. Die Nordklubs Werder Bremen und der Hamburger SV waren damals die zwei großen Kräfte hinter dem FC Bayern München. Werder wurde 2003/2004 Deutscher Meister und belegte in den Folgejahren die Plätze: 3, 2, 3. Der HSV erreichte zwischen den Saisons 2005/2006 und 2008/2009 die Plätze: 3, 7, 4, 5.  Und der SV Werder Bremen ist auch der letzte deutsche Klub der ins Finale der Europa League vordringen konnte. 2008/2009, damals hieß der Wettbewerb noch UEFA-Cup, verlor Bremen in der Verlängerung gegen Donezk. Borussia Dortmund kämpfte noch mit den Folgen des finanziellen Fast-Kollaps und spielte im Mittelfeld.

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Das erste Pflichtspiel der Schanzer gegen den HSV. Trotz Führung von Jungwirth verabschiedeten sich die Schanzer mit einem 1:3 in der ersten Hauptrunde. Bild: Roland Geier

Das soll kein Sticheln gegen den HSV werden. Ich möchte einfach nur aufzeigen, welche große Nummer der HSV damals war, als sie zum DFB-Pokal Ersthauptrunden-Spiel ins ESV-Stadion kamen. Der Gegner HSV war damals der erste richtig große Gegner in einem Pflichtspiel, seit der Gründung des FCI. Das Spiel verloren die Schanzer am Ende mit 3:1. In der Startelf des HSV standen damals Spieler wie: Rost, Jarolim, Olic und Trochowski.

Lange dauerte es, bis sich der FCI und der HSV wieder begegneten. Am 6. Spieltag der Saison 2015/2016 gastierte der Bundesliga-Dino dann im Sportpark.

Für beide Mannschaften ist das Spiel am Samstag höchstbrisant. Beim HSV herrscht Alarmstimmung. Nach der 2:0-Niederlage gegen Union Berlin und dem zeitgleichen Sieg des SC Paderborn, rutschte der HSV auf den vierten Platz ab. Paderborn steht nun auf dem zweiten direkten Aufstiegsplatz und Union auf dem Relegationsplatz. Ein Klassenverbleib würde beim HSV zu Etatkürzungen führen. Einige Spieler wichtige Spieler verabschieden sich am Ende der Saison. Und Lasogga und Holtby werden ebenfalls von der Gehaltsliste gestrichen. Holtby, Liebhaber von gepflegten ekligen Fußball sorgte vergangene Woche für Aufsehen, weil er nicht nach Berlin aufbrechen wollte. Als er seine nach eigener Aussage seine „Kurzschlussreaktion“ revidierte, war die Entscheidung über seine Suspendierung schon gefallen.

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In der Rückrunde der Abstiegssaison gewann der FCI mit 3:1. Im Hintergrund Holtby der sich im Hinspiel über die eklige Spielweise der Schanzer ärgerte. Bild: Roland Geier 

Jetzt will sich der HSV in einem Trainingslager auf den Schlussspurt einstimmen. Kein unbekanntes Prozedere bei den Hamburgern. Denn nachdem Spiel gegen den FCI müssen die Hamburger zum SC Paderborn. Am letzten Spieltag gegen den MSV Duisburg.

Die Schanzer dagegen fahren mit ordentlich Rückenwind in den hohen Norden. Der FCI ist seit vier Spielen ungeschlagen (3 Siege, 1 Remis) und ist auf Schlagdistanz zum Relegationsplatz. Auf Magdeburg sich zu verlassen ist fahrlässig. Es sind eigene Siege nötig. Es kann nur gehofft werden das Magdeburg sich noch einen Ausrutscher erlaubt. In den letzten Partien überzeugte der FCI insbesondere im Offensivspiel. Gegen Dresden hatten die Schanzer ein klares Chancenplus. Einzig die Verwertung war leider wieder einmal mangelhaft. Trotzdem hat der FCI eine gute Chance im Volkspark drei Punkte zu entführen. Auch wenn sich natürlich jetzt schlecht beurteilen lässt, wie sich das Trainingslager auswirken wird, ist der HSV angeknackst. Der Druck ist immens. War doch der Wiederaufstieg fest eingeplant.

Insbesondere die bisherigen Auswärtsauftritte unter Tomas Oral (4:2 in Duisburg, 3:1 in Bielefeld) lassen einen berechtigt Hoffnung machen auf einen Sieg.

Als Favoriten würde ich den FCI dennoch nicht bezeichnen. Aber es ist alles drin. Vielleicht wird das zweite Spiel gegen den HSV wieder zu einem Spiel des Jahres. Trotz der Niederlage im Hinspiel (1:2) blieben vor allen zwei Sachen in Erinnerung. Die #Jungschanzerlove Startelf von Roberto Pätzold und das erste Pflichtspieltor im ersten Pflichtspiel von Fatih Kaya. Unter Jens Keller fand Kaya keine Berücksichtigung mehr. Tomas Oral hat mittlerweile eine Sturm-Formation gefunden bei der Lezcano Tore schießt und Kutschke, Räume schafft. Kaya könnte also die große Hoffnung für die kommende Saison werden. Wenigstens 1,5 Spieler aus der HSV-Startelf standen noch öfter auf dem Platz. Fabijan Buntic als Nummer eins bis zur Winterpause. Jontan Kotzke dagegen war seit seinem Comeback in den Profi-Fußball, gesetzt auf der Innenverteidiger-Position. Und er spielt diese auch sehr souverän.

2. Bundesliga Saison 2018/19
Fatih Kaya erzielt in seinem ersten Profi-Einsatz für den FCI, gleich sein erstes Tor. Bild: Roland Geier.

Egal wie die Saison ausgeht, wird man sich an diese Startelf noch lange erinnern.

Die Schanzer können sich mit einem Sieg in der Hansestadt weiter große Hoffnung auf den Relegationsplatz machen und damit auch auf den Ligaverbleib über Umwege. Und das könnte auch bedeuten das der HSV sich in der zweiten Liga hält. Ob der HSV es in der Relegation packt ist auch fraglich. Denn bisher haben die Hamburger nur Erfahrungen gesammelt, sich über die Relegation in der Liga zu halten. Vielleicht ist das auch dieses Mal so? Aber uns kann vorerst die Ligazugehörigkeit des HSV auch völlig egal sein. Gegen ein Wiedersehen kommendes Jahr im Volkspark hätte aber trotzdem niemand was beim FCI.

Titelbild: Pixaby

 

 

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