Und jeden Spieltag grüßt das Murmeltier

Und jeden Spieltag grüßt das Murmeltier. Die Schanzer haben wieder eine Führung spät abgegeben. Gegen den 1. FC Heidenheim muss sich der FCI doch einer über weite Strecken guter Leistung mit einem Punkt zufrieden geben. Dieser Punkt bringt uns nicht unbedingt weiter. Aber es war mal wieder ein erkenntnisreiches Ligaspiel.

Favorit war der Gast aus Heidenheim. Die Heidenheimer haben sich langsam nach oben rangepirscht und überzeugen mit einem geradlinigen Offensivspiel. Hoffnung machte das Fehlen von „Mister zuverlässig“ Marc Schnatterer. Und die Schanzer legten auch gut los. Der FCI presste aggressiv und ergatterte so einige Bälle. Heidenheim konzentrierte sich auf die Defensivarbeit und zog sich weit zurück. Der FCI hatte viel Ballbesitz und rollte langsam Richtung Sechszehner los. Durch das Zentrum ergab sich für das Schlusslicht wenig Tormöglichkeiten. Hier stand der Heidenheimer Riegel und die Schanzer spielten hier auch zu zögerlich. Statt den Abschluss zu suchen, wurde nochmal abgespielt oder der Ball verdaddelt. Und dann lag die Kugel doch im Tor. Gaus schaltete nach einem Heidenheimer Ballverlust schnell und bediente Lezcano. Der fackelte nicht lange und schob den Ball ins Eck. Die Schanzer führten. Und Lezcano kann scheinbar doch Tore schießen.

Torschütze zum 1:0 Lezcano. Bilder: Roland Geier

Über die Außenbahn hatten die Schanzer gut Zug drauf. Besonders Marcel Gaus überzeugte auf ganzer Linie. Er ging weite Wege, eroberte viele zweite Bälle und versuchte mit seinen Flanken für Gefahr zu sorgen. Einmal gelang ihm das nochmal. Seine Flanke fand Leipertz. Doch der Ex-Heidenheimer war sich nicht einig wie er zum Ball gehen sollte. Er entschied sich für den Fuß und traf so den Ball nicht optimal. Ein Kopfball wäre die bessere Wahl gewesen.

In der Halbzeit musste Almog Cohen draußen bleiben. Für ein rüdes einsteigen sah er die Gelbe Karte. Jens Keller wollte nicht wieder in Unterzahl zu Ende spielen und ließ den Spielführer auf der Bank. Das Fehlen von Almog Cohen machte sich bemerkbar. Den Spiel fehlte ein Taktgeber, jemand der den Laden zusammenhält. Mit steigender Spieldauer kam Heidenheim besser ins Spiel. Denn der FCI presste nicht mehr so aggressiv und zog sich zurück. Vom Esprit der ersten Hälfte war nicht mehr viel übrig. Und so kam es, wie es eben kommen musste. Die Schanzer rannten in einen Konter nachdem anderen. Thomalla verfehlte das leere Tor und schoss an den Pfosten. Im nächsten Anlauf saß der Torschussversuch allerdings. Mit einem Lupfer besorgte er den Ausgleich. Danach lief der FCI Gefahr, sogar noch das 1:2 zu kassieren.

Ein in Summe dann ernüchternder Auftritt. Aber wir haben ja nicht gegen eine Kasperl-Truppe gespielt.

Folgende Feststellungen lassen sich nachdem Spiel machen:

Erste Halbzeit hui, zweite Halbzeit, pfui. Im ersten Durchgang zeigte der FCI wer Hausherr ist. Frühes draufgehen, erobern von zweiten Bällen und ein einigermaßen zielstrebiges Offensivspiel haben gefallen. Im zweiten Durchgang zog sich der FCI wieder zurück und brachte somit spielstarke Heidenheimer wieder zurück in die Partie.

Jens Keller hat dem Team eine neue Spielkultur eingehaucht. Die Probleme, sind im wohl bekannt. Jetzt ist die große Frage, was gegen Regensburg noch drin ist. Das ein Sieg, Pflicht ist, steht außer Frage. Zumal wir mit den Regensburgern noch viele Rechnungen zu begleichen haben.

In der Winterpause braucht das Team Verstärkungen. Denn seit Monaten zeigt sich, dass der Kader stark geredet wurde. Im Trainingslager wird dann Jens Keller das Team richtig schleifen. Denn auch im Bereich Fitness lassen sich große Defizite zu erkennen. Was ebenfalls hervorzueben ist, dass die Defensive deutlich stabiler ist.

Jeden Spieltag grüßt das Murmeltier. Gegen Regensburg hoffentlich nicht.

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