Die Schanzer sind jetzt drei Spielen ungeschlagen, warten aber weiter auf einen Sieg. Es gibt positives aus den letzten Spielen aber einen Faktor, der aktuell verhindert dass der FCI dreifach punktet. Ein erschwerender Punkt. Aber der Abstiegskampf ist ein hartes Brot. Ein sehr hartes Brot sogar.

Ein Abstiegskampf ist zäh. Ein Abstiegskampf kann Spaß machen. Oder er kann einen zermürben. Aktuell befinden wir uns in der Zermürbungsphase. Die Schanzer kämpfen und sind offensiv auch gefährlich. Gegen Bielefeld hatten die Schanzer reihenweise Chancen. Doch nur einmal überquerte der Ball die Linie. Rückkehrer Almog Cohen, der in der Startelf stand erzielte das erlösende 1:0. Der Ausgleich von schwachen Bielefeldern resultierte wieder aus einem kapitalen Abwehrbock. Weit und breit war kein Schanzer-Defensivakteur, so konnte Klos ohne Mühe einköpfen. Klos wird sich selbst gewundert haben, warum denn diese Lücke so groß war. Man könnte aus diesem Gegentor auch eine Mathe-Aufgabe machen. Wie viel Quadratmeter hatte Klos, Platz um den Ausgleich zu erzielen? Und wieder brachte sich der ansonsten engagierte FCI um wichtige und verdiente drei Punkte. Die Schanzer behalten  auch am Laternenfest, weiter die Rote Laterne. Wie festzementiert stehen die Schanzer seit Wochen auf dem letzten Platz.

Doch vor allem eins macht Hoffnung, die aktuellen Leistungen. Als Nouri kam, spielte die Mannschaft Anti-Fußball. Keine Körpersprache, kein Tempo und Offensivaktionen kamen eher durch Zufälle zu Stande. Nach einem extrem holprigen Start unter Nouri (darunter das blamable 4:0 in Sandhausen), punktete der FCI zuletzt. Gegen Duisburg glich Marvin Matip noch spät aus. Gegen Kiel lag der FCI schon in Front, doch nachdem 2:1-Anschlusstreffer für Kiel, dachten sich schon viele, das kriegen wir nicht über die Zeit. Ich war unter diesen Skeptikern. Und gegen Bielefeld lag der FCI auch auf Siegkurs. Doch wer seinem Gegner solche Lücken anbietet, braucht sich wegen einem Gegentor nicht beschweren.

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Ein Eigentor oder eben gefühlt 10 Quadratmeter Platz. Irgendwas geht in der FCI-Abwehr immer schief. Bild: Roland Geier, Titelbild: Pixaby 

Doch wie geht es jetzt weiter? Der Abstiegskampf kann noch sehr zäh werden. Noch ist der FCI auf Schlagdistanz. Doch das liegt auch nur daran, dass Magdeburg, Sandhausen und Duisburg auch nicht recht vom Fleck kommen und diesen Spieltag wieder für uns gespielt haben. Doch auf fremde Mannschaften braucht sich der Klub nicht verlassen. Man kann sich jetzt mit einer Serie rausrocken und Punkte richtig gut machen oder man dümpelt da unten weiter rum. Der Boandlkramer steht schon parat. Entweder man springt dem Tod von der Schippe oder man wird mitgenommen. Aktuell hat der FCI noch vieles in der eigenen Hand. Doch bis zur Winterpause müssen schon noch mehr Punkte her um sich dann unten freizuschwimmen. Am besten wäre natürlich auch ein sauberer Derby-Kanter-Sieg vor der Winterpause. Erstens sich um sich für die Derby-Pleiten gegen Regensburg zu revanchieren und zweitens um mit einem richtig guten Gefühl in die Pause zu gehen.

Doch gerade die Rückkehr von Almog Cohen macht Hoffnung. Cohen war der Spielertyp der bisher in der Saison gefehlt hat. Ein Kämpfer, ein Steh-Auf-Männchen, ein Spieler der seine Mitspielern mitreißen kann. Er könnte der Held in diesem Abstiegskampf werden. Dass er solche Führungsqualitäten hat, hat er bereits beim Abstieg aus der Bundesliga bewiesen. Er belebte die Mannschaft merklich und spielte wahrscheinlich die Saison seines Lebens. Am Ende hat es bekanntermaßen nicht für den Klassenerhalt gereicht. Wenn es dieses Jahr für den Klassenverbleib reicht, würde wahrscheinlich jeder diese Story unterschreiben.

Auch Frederic Ananou präsentiert sich stark verbessert und auch Paolo Otavio scheint endlich angekommen zu sein beim FCI.

Doch es ist Geduld gefragt. Die Ergebnisse passen aktuell zu 75%. Die Mannschaft zeigt sich stark verbessert. Der Abstiegskampf kann extrem zäh sein. Die Schanzer spielen allerdings nicht mehr so schmerzhaft auf dem Nervenklavier, als vor einigen Wochen. Man sagt sich mittlerweile: mei wenigstens ein Remis. Trotzdem stört das Abwehrverhalten gewaltig. Irgendwas geht immer schief. Doch dieses irgendwas geht immer schief, muss aufhören.

Vielleicht bekommt man daher in zwei Wochen den richtigen Gegner auswärts serviert. Es geht gegen Dynamo Dresden. Die Dresdner sind am Sonntag wie geschlagene Hunde aus Köln zurückgekehrt. 8:1 verlor die Mannschaft von Maik Walpurgis gegen den Top-Aufstiegsfavoriten. Vielleicht der ideale Gegner um endlich dreifach zu Punkten. Aber Vorsicht, angeschlagene Boxer sind extrem gefährlich.

Es bleibt spannend, als FCI-Fan ist man zwischen Zuversicht und Resignation gefangen. Der Abstiegskampf ist eben ein hartes Brot.

 

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