Leitl: Das Ende einer Dekade

Nach der Niederlage gegen den FC St. Pauli hat der FCI die Reißlinie gezogen und Stefan Leitl und seinen Co-Trainer von seinen Aufgaben entbunden. Zuerst hatte Sky Sport News HD darüber berichtet, ehe wenig später die Pressemitteilung des FC Ingolstadt 04 folgte. Die Trennung von Stefan Leitl ist sportlich konsequent und überfällig. Die Trennung bedeutet aber auch das Ende einer ganzen Ära, nein einer Dekade. 

Die Trennung war lange überfällig sagen einige. Ich habe nachdem Bochum-Spiel die Trennung von Stefan Leitl gefordert. Nach der Niederlage gestern Abend hat der Verein reagiert und die Trennung mit Stefan Leitl verkündet.

Stefan Leitl stand 37 Spiele für den FCI an der Seitenlinie. Die Bilanz ist mit 13 Siegen, 11 Remis und 13 Niederlagen durchwachsen. Die Trennung ist sportlich unumgänglich. Doch menschlich tut sie extrem weh. Es ist wohl die bitterste Trainer-Trennung die der Verein vollziehen musste. Wie kein Zweiter stand Stefan Leitl für den FCI. 2007 wechselte der gebürtige Münchner vom SV Darmstadt zum FCI. Dort absolvierte er insgesamt 182 Spiele und erzielte 44 Tore. Stefan Leitl ging damals als Spielführer und Führungsspieler voran. Er rettete die Schanzer einmal fast im Alleingang vor dem Abstieg in die dritte Liga. Unvergessen war sein Dreier-Pack in Bochum, als die Schanzer mit einem 4:1-Sieg endlich die Wende einleiteten. 2013 bestritt er sein letztes Spiel für den FCI gegen den 1. FC Köln. In seiner letzten Saison als aktiver Spieler kam es zu extremen Spannungen mit Coach Tomas Oral. Es war lange nicht gesichert ob Leitwolf Leitl weiter für den Club tätig sein wird. Doch unmittelbar nachdem Spiel wurde bekanntgegeben, dass Stefan Leitl im Nachwuchsleistungszentrum weiterarbeiten werde. Er übernahm die U17 und später die zweite Mannschaft. Die U23, jetzt U21 trainierte er drei Jahre. Letztes Jahr wurde er nachdem er vier Wochen als Interimstrainer fungierte zum Chef-Trainer beordert. Seine Verdienste um den FCI sind unumstritten. Ich habe ihn in meinem Buch „als den besten Spieler den der FCI je hatte“ geadelt.

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So kannten wir Stefan Leitl als Spieler. Vorangehend und regelmäßiger Torschütze. Mit seiner Entlassung heute endet seine elfjährige Zeit beim FCI. Bilder: Roland Geier

Doch ähnlich wie die „Kollegen“ vom Podcast „Schanzer Zeitspiel“ komme ich zur Erkenntnis, das Stefan Leitl nie seinen „Schanzer-Bonus“ ausspielte. Er schlüpfte nie in die Rolle des Lokalmatadoren und versuchte so, dass Publikum auch für sich zu gewinnen. Das Verhältnis wirkte stets distanziert. Was sehr schade ist.

Nachdem schlechten Saisonstart wurde nun die Reißleine gezogen. Man bekam nicht das Gefühl, das Stefan Leitl seine zusammengestellte Mannschaft eine Spielidee und einen Impuls vermitteln konnte. Jetzt angesichts der letzten zwei Niederlagen in Bochum und gegen Sankt Pauli, ist der Geduldsfaden gerissen.

Ich kann mich an dieser Stelle nur bedanken für alles was Stefan Leitl für diesen Klub getan und geleistet hat. Er ist und bleibt eine Legende des Vereins. So sehr die Trennung schmerzt und das tut sie tatsächlich. War es sportlich absolut alternativlos. Stefan du wirst immer in Erinnerung bleiben! Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft.

 

 

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