Schanzer Chancenfestival

Das Spiel hätte eigentlich 3:0 ausgehen müssen. Der FCI vergab gegen Greuther Fürth Chancen wie am Fließband. Doch trotz Remis, stimmte die Leistung mehr als positiv. Warum ich nach diesem Chancenfestival trotzdem mit einem Lächeln aus dem Stadion gegangen bin.

Lezcano schießt aus drei Metern den Torwart an, Sonny Kittel donnert den Nachschuss aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei. Es waren nur zwei Szenen von vielen, die zeigten dass die Schanzer gegen den dreifachen Deutschen Meister Fürth mehr als überlegen waren. Doch am Ende rannten  die Schanzer erstmal einen Rückstand hinterher. Die Reaktion auf den Rückstand war gut, der FCI ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und erzielte den verdienten Ausgleich. Neuzugang Röcher traf nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum 1:1. Ein 1:1 das letztlich viel zu wenig war.

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Und dann trifft der Gast. Fürths Spieler jubeln im Hintergrund über die Führung. Alle Bilder: Roland Geier

Doch trotz des unpassenden Ergebnis, ging ich mit einem Lächeln aus dem Sportpark. Denn dieses Heimspiel machte richtig Bock auf mehr. Die Schanzer spielten einen attraktiven, tempovollen Fußball. Und da das nicht alleine reicht, um Spiele zu gewinnen, beackerten die Schanzer die Fürther über die komplette Spielzeit. Die kämpferische Komponente passte. Wie schon in Regensburg (über weite Strecken), gingen die Schanzer dorthin wo es wehtat. Exemplarisch dafür stand Tobias Schröck. Der große Gewinner der Vorbereitung, ging wieder mal, da hin wo es wehtat. Bälle erobern, verteidigen und das Spiel anstoßen. Auch Lucas Galvao gefiel mir sehr gut. Mit einer Ruhe und Routine stieß er nach vorne und verteidigte stark. Jetzt wo Galvao spielt, merkt man deutlich woran es Marcel Gaus deutlich mangelt. Die Balance zwischen Offensive und Defensive. Gaus kann die Offensive nicht unterstützen und auch defensiv patzte er vergangene Saison zu oft. Doch unsere schnellen Flügelspieler brauchen eben einen Anschieber auf der Außenverteidiger-Position. Genau das verkörpert Galvao, der von Rapid Wien kam. Auch Thomas Pledl startete vor allem in ersten Halbzeit viele Tempoläufe und lamentierte nach Fouls nicht. Er stand und machte einfach weiter. Benedikt Gimber bewies auch, dass er da hingeht wo es wehtut. Einmal rettete er den FCI vor einem Tor, als er in letzter Sekunde den Fuß hinhielt und zur Ecke klärte. Und auf der Torhüter-Position habe ich keine Bauchschmerzen. Marco Knaller parierte einige Male, Klasse. Auch seine Spieleröffnung gefällt mir. Er schlägt die Bälle selten weit, sondern versucht das Spiel mit präzisen kurzen oder halbhohen Bällen zu eröffnen. Unter Nyland wurde oft lang gespielt und selten fanden seine langen Bälle, ein Ziel.

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Offensiv wie defensiv eine Bereicherung fürs Spiel der Schanzer: Neuzugang Lucas Galvao

Die Gesamt-Leistung hat gepasst, außer die Torausbeute. Schwachpunkt ist aktuell einzig, der Sturm. Dort konnte Lezcano nicht treffen, obwohl er einige gute Tormöglichkeiten hatte. Stefan Kutschkes Einwechslung, belebte das Spiel nicht. Ich hoffe auf Benschop. Der Neuzugang ist allerdings noch nicht fit. Mal sehen ob er sich als Dauerlösung in der Stammelf etablieren kann oder nur als Joker kommt. Auch über Leipertz als Sturmspitze sollte nachgedacht werden. Er wurde wieder eingewechselt und belebte das Offensivspiel. Und auch in der Rückrunde hat mehr als oft  genug bewiesen, dass er torgefährlich ist.

Der Auftritt machte Hoffnung. Doch die nächsten harten Prüfungen warten. Mit Paderborn, Magdeburg und Aue trifft der FCI auf aggressive und eher defensiv ausgerichtete Mannschaften. Ausnahme Paderborn. Denn der Aufsteiger aus Ostwestfalen machte gegen Regensburg ein bärenstarkes Spiel und zeigte vor allem in der Offensive seine Gefahr. Das wird ein heißer Ritt am kommenden Montag im Pokal. Einen lustlosen Auftritt wie im Achtelfinale vergangene Saison kann sich der FCI  hier nicht leisten. Die Schanzer müssen mit voller Power und auch mit Geduld ins Spiel gehen. Und wenn sich die Gelegenheit bietet, auch eiskalt zuschlagen. Das Paderborn-Spiel wird vom Charakter ein ganz anderes Spiel als gegen Fürth.

Sollten die Schanzer gegen Paderborn in die 2. Hauptrunde einziehen, wird mein Grinsen noch größer. Und dann freue ich mich auf richtig auf das Gastspiel in Magdeburg.

2 Gedanken zu “Schanzer Chancenfestival

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