Das Wolfsburg-Spiel am Samstag war nicht nur eine Niederlage. Es war ein herber Rückschlag. Die Mannschaft zeigte ein Gesicht, das keinesfalls unbekannt ist. Auch unter Walpurgis zeigte die Truppe schon derart, schwache kämpferische und offensiv unkreative Leistungen. Die englische Woche mit drei Siegen in Serie, brachte die Schanzer wieder sehr nahe ans rettende Ufer. Durch die Niederlage und Siege von Augsburg und Mainz ist es wieder vier Punkte entfernt. Umso mehr besitzt das Heimspiel gegen die aktuell stark aufspielenden Bremer, Brisanz. Seit acht Spielen sind die Nordlichter ungeschlagen. Sie reisen mit einem Derbysieg gegen den HSV im Rücken nach Oberbayern. Und die Bremer, in der Hinrunde noch Kellerkind haben auf einmal sogar das europäische Geschäft im Blick.

„…Denn schon so oft, auch am letzten Spieltag spielte die Konkurrenz nicht mit…“

Das Spiel steht unter vielen Vorzeichen. Die Schanzer gehen personell angeschlagen ins Spiel. Gleich drei Defensiv-Spieler fehlen mit Bregerie, Suttner und Matip. Drei weitere Spiele sind gefährdet gegen Leipzig gesperrt zu werden: Morales, Groß und Roger. Für die Schanzer kann dieses Spiel eine Hebel-Wirkung haben. Gewinnt das Team, kann sich der Rückstand auf einen Punkt minimieren. Sofern Mainz und Augsburg verlieren. Oder einer der beiden Gegner zumindest. Verlieren die Schanzer und die Konkurrenz verliert, steigt der Rückstand unter Umständen auf sieben Punkte. Und dann geht der FCI mit einer Hypothek von sieben Punkten Rückstand in die letzten vier Spiele (12 Punkte sind noch zu holen).

Das Spiel gegen Bremen ist deswegen eins ums andere ein Endspiel. Ein Endspiel das zu gewinnen ist. Denn schon so oft, auch am letzten Spieltag spielte die Konkurrenz nicht mit. Der FCI muss seine eigenen Hausaufgaben machen. Sonst sinkt die Wahrscheinlichkeit, am Ende ein weiteres Bundesliga-Jahr zu sichern. Die Hoffnung alleine und mögliche Rechenspielchen (drei Heimspiele werden gewonnen) reichen nicht um drin zu bleiben. Zumal die Gegner nicht leichter werden. Bereits eine Woche später geht es zum Tabellenzweiten RB Leipzig. Dann kommt Bayer 04 Leverkusen. Eine Mannschaft die getrost als Wundertüte und Enttäuschung bezeichnet werden kann. Gewonnen ist angesichts dieser Fakten das Spiel noch lange nicht. Das Spiel am vorletzten Spieltag beim bärenstarken Aufsteiger Sport-Club Freiburg wird ein richtig abenteuerliches und schweres. Und zum Abschluss kommt Schalke 04. Ob es am 33. oder 34. Spieltag überhaupt noch um was geht für die Schanzer kann sich jetzt sehr schnell entscheiden. Das ist keine Schwarzmalerei, sondern einfach Fakt.

Doch der Hebel kann sich auch anders bewegen. Ein Punkt, Rückstand mit einem Sieg gegen Bremen und man geht mit einer breiten Brust in die letzten Spiele. Die Hypothek ist niedriger, die Schanzer sind weiterhin die Aufholjäger die von hinten anklopfen und Druck erzeugen auf die Konkurrenz. Das Restprogramm der anderen Abstiegskämpfer mutet schwerer an. Doch in dieser Liga kann man sich in diesem Jahr, auf gar nichts verlassen. Und dann ist alles drin. Natürlich gehen wir vom positiven Hebel aus. Die Schanzer könnten mit einem Sieg gegen Bremen, nochmal für ordentlich Spannung sorgen.

Darum ist zu hoffen, dass Trainer Walpurgis eine stabile Defensive auf den Platz bringt, trotz gravierender Ausfälle und trotzdem die Offensive ihre PS auf die Straße bringt und natürlich auch Tore schießt. Die „Schanz in Rot“ soll das Team weiter beflügeln. Auch gegen Darmstadt war deutlich zu merken, dass die gute Stimmung im Stadion nochmal Synergien beim Team freisetzte.

1. BL - Saison 2016/2017 - FC Ingolstadt 04 -
Hansen oder Nyland? Wer steht am Samstag im Kasten? Das ist noch offen laut Coach. Bilder: Roland Geier

Wer im Tor steht, ist indes noch offen. Nyland ersetzte in Wolfsburg den erkrankten Stamm-Torhüter Hansen. Dieser soll wieder fit sein und einsatzbereit stehen. Walpurgis legte sich noch nicht fest, wer spielt. Er wollte für eine Überraschung sorgen. Ich würde mir jedenfalls wünschen wenn Hansen im Tor steht. Zumal die Defensive sein Spiel auch auf ihn abgestimmt hat. Nyland sah zumal bei einem Gegentor in Wolfsburg nicht gerade glücklich aus. Desweiteren kämpft er gegen den bitteren Nimbus, noch kein Spiel als Keeper mit den Schanzern gewonnen zu haben. Ob das jetzt seine Schuld ist, oder nicht, ist egal. Aber es ist Fakt. Und natürlich auch richtig bitter. Hansen hingegen, erwies sich immer wieder als Rückhalt und ist auch eingespielt. Wer letztlich am Samstag zwischen den Pfosten steht, wird man sehen. Genauso wie man den Rest sehen wird. Die Schanzer werden den Hebel bedienen. Die Frage ist nur in welche Richtung. Ich hoffe jedenfalls in die Richtige.

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