The Artist – ohne Ton, ohne Farbe.

Wer denkt Stummfilme in Schwarz-Weiß passen nicht mehr in diese Zeit, ist auf einem kulturellen Irrweg und sollte sich „The Artist“ ansehen.
Der Film ist in Schwarz-Weiß abgedreht und ein Stummfilm. In Zeiten von 3D-Kino und Filmen mit mehr animierten Actionszenen als Schauspielleistung, ist dieser Film eine Omage an den Stummfilm. Worum geht es? Der Stummfilmschauspieler George Valentin (Jean Dujardin) ist 1927 der umjubelte Star der Kinograph Studios. Nach seiner Filmpremiere stößt mit dem Fan Peppy Miller (Berenice Bejo) zusammen. Peppy Miller spielt schließlich in einem der Filme von Valentin mit. Doch der Ruhm von Valentin bröckelt, als Filmproduzent Al Zimmer auf Tonfilme setzt. Peppy Miller spielt sich währenddessen von der Statistin hoch zu der erfolgreichsten und beliebtesten Ton-Schauspielerin ihrer Zeit. Valentin ist zu Stolz um sich an Filmen mit Ton zu beteiligen. Er beschließt einen kostenspieligen, eigenen Stummfilm „Tears of Love“ zu drehen, allerdings floppt dieser Film total. Die Leute gehen zum Film von Peppy Miller „Beauty Spot.“ Zwei Jahre später trennt sich seine Ehefrau von ihm und verliert sein Vermögen nach dem Börsencrash 1929. Valentin flüchtet sich in Alkohol und Zigaretten und zündet verzweifelt seine Filmrollen, die letzten Erinnerungen an seine ruhmreiche Zeit an. Peppy nimmt Valentin bei sich auf. sie konnte mit überredete den Produzenten Al Zimmer dazu, dass Valentin in einem Tonfilm mitspielen darf. Valentin ist verzweifelt und kehrt in seine alte abgebrannte Wohnung zurück. Es kommt zu einem spannenden Ende, denn Valentin möchte sich das Leben nehmen. Endet hier die einst rumreiche Karriere des Schauspielers?
„The Artist“ bekam von den Medien meist gute Kritiken. Die Handlung packt einen, auch ohne Ton und Farbe. Die Dialoge sind witzig und die Hauptpersonen authentisch. Das schnelle und spannende Ende ist die Krönung eines großartigen Films. The Artist erhielt bei den Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme für Beste Schauspielleistung und den Publikumspreis. Für die Oscars wurde der Film zehn mal nominiert darunter u. a. für die Kategorien: Bester Film, Bester männlicher und weibliche Hauptdarsteller. Dieser Film so denke ich, wird bei den diesjährigen Oscars absahnen. Und zum ersten Mal seit meinen fünf Jahren bei Klar.Text bekommt ein Film die Höchstbewertung. *****

Gesehen im Audi-Kino Ingolstadt.

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