Ingolstadt startet Neustrukturierung – Linke wird Sportdirektor und Oral neuer Trainer

Der FC Ingolstadt 04 hat heute auf einer Pressekonferenz seinen neuen Sportdirektor sowie den neuen Trainer vorgestellt. Die Aufgabe des Sportdirektors wird künftig Thomas Linke bekleiden. Als neuer Trainer wurde  Tomas Oral verpflichtet.

Der FC Ingolstadt hat mit seiner Neustrukturierung begonnen. Gestern Abend wurde nach der Aufsichtsratssitzung im Sportpark begannt gegeben, dass Trainer Benno Möhlmann mit Co-Trainer Sven Kmetsch mit sofortiger Wirkung vom Dienst beurlaubt wird. Harald Gärtner wird die Aufgabe als Sportdirektor verlieren und nur noch die Aufgabe des Geschäftsführers Sport inne haben.
Heute wurde im Sportpark das neue Gespann vorgestellt, dass den FC Ingolstadt aus der aktuellen Misere rausführen soll. Der ehemalige FSV-Frankfurt-Trainer Tomas Oral wird Trainer beim FC Ingolstadt 04. Als neuer Sportdirektor tritt Thomas Linke den Dienst an.
Wer sind die beiden?

Tomas Oral kennt den FC Ingolstadt 04 sehr gut. In der Regionalliga Süd trafen beide Teams bereits aufeinander. Damals war Oral noch Trainer beim FSV. In Ingolstadt verloren die Schanzer mit 0:5 in Frankfurt musste man sich ebenfalls mit 1:3 geschlagen geben. In der gleichen Saison stiegen beide Teams in die zweite Bundesliga auf. Frankfurt als Meister, Ingolstadt als Zweiter. 2008/2009 hielt der FSV Frankfurt mit Oral die Klasse. Nachdem in der Saison 2009/2010 der FSV acht Spiele ohne Sieg blieb, wurde Oral beurlaubt. Oral absolvierte schließlich an der Deutschen Sporthochschule Köln den Fußballlehrer und trat zur Saison 2010/2011 das Amt des Trainer beim Verein Rasen Ballsport Leipzig an. Hier wurde der Vertrag nach der Saison in der Regionalliga nicht verlängert, da Leipzig nur Vierter wurde, obwohl das ausgebene Ziel: Aufstieg in die dritte Liga lautete.

Thomas Linke war von 1992 – 1998 im Diensten des FC Schalke 04. Hier gewann er 1997 den UEFA-Pokal. 1998 wechselte er zum Deutschen Rekordmeister FC Bayern. Er gewann hier fünfmal die Deutsche Meisterschaft, dreimal den DFB-Pokal, viermal den Ligapokal. Höhepunkt seiner Karriere im Vereinsfußball war der Sieg der UEFA Champions League 2001. Im Finale gewannen die Münchner Bayern im Mailänder San Siro im Elfmeterschießen gegen Valencia. Linke verwandelte damals den letzten und entscheidenden Elfmeter. In der gleichen Saison gewann Bayern auch den Weltpokal. 2005/2006 wechselte der Innenverteidiger zum österreichischen Bundesligisten Red Bull Salzburg. Hier gewann er die Meisterschaft, allerdings wurde sein Vertrag nicht weiter verlängert. Ein Jahr spielte Linke schließlich noch beim FC Bayern München II in der Regionalliga. Er führte als Spieler das Team in die neu geschaffene eingeleisige 3. Liga. Hier traf Linke als aktiver Spieler auf den FC Ingolstadt 04 und auf den FSV Frankfurt . . .
Auch in der Nationalmannschaft war der gebürtige Thüringer aktiv. Insgesamt absolvierte er 43 Spiele für deutsche Nationalmannschaft. der größte Erfolg, war das Erreichen des WM-Finals 2002 in Südkorea / Japan gegen Brasilien. Es wurde mit 0:2 verloren.
2007 wurde Linke Assistent des Sportdirektors Hochhauser bei Red Bull Salzburg. Nachdem beenden seiner aktiven Spielerkarriere, wurde er Sportdirektor. In der Zeit von 2007 – 2011 wurde Red Bull Salzburg 2008/2009 sowie 2009/2010 österreichischer Meister. Linke übernahm im Mai 2001 die Sportdirektor-Tätigkeit bei Rasen Ballsport Leipzig. Der Vertrag wurde im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst, nachdem Linke seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen angeboten hatte.

Thomas Linke und Tomas Oral, so lautet das neue Gespann beim FC Ingolstadt 04. Tomas Oral meinte auf der Pressekonferenz: „Die Mannschaft hat Qualität, die muss allerdings aktiviert werden. Ich will die ersten Wochen weniger reden, sondern hart arbeiten und die Punkte einfahren.“ Linke meinte: „Jeder Spieler hat jetzt  die Chance, sich in die Mannschaft zu spielen. Alle fangen jetzt bei Null an und haben die gleiche Chance. Die Mannschaft braucht ein Erfolgserlebnis und vor allem Selbstvertrauen.“
Vorstandsvorsitzender Peter Jackwerth, der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend war, bedankte sich nochmal für geleistete Arbeit des alten Trainer-Gespanns.
Bereits morgen steht für die Schanzer ein Testspiel an. Man trifft auf dem 1. FC Nürnberg. Das Spiel findet auf dem Trainingsgelände des „Clubs“ am Valzner Weiher statt. Am Freitag den 18. September bestreitet dann der FC Ingolstadt 04 sein nächstes Spiel in der zweiten Bundesliga. Es geht zuhause wahrscheinlich vor ausverkauften Haus gegen den Erzrivalen von Giesings Höhen, den TSV 1860 München.

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