FANCOUVE: Vorausgeblickt in Richtung London 2012

2012 finden die Olympischen Sommerspiele in London statt. Die 12-Millionen-Metropole (7 Millionen Einwohner nur Stadt) wird zum zweiten Mal die Spiele beheimaten. Bereits 1908 waren die Sommerspiele in der englischen und britischen Hauptstadt zu Gast. Ich war 2009 in London, mir war damals gar nicht richtig bewusst, das in drei Jahren dort die Spiele ausgetragen werden. London bietet ohne Frage infrastruktuell die besten Bedingungen. Ein super U-Bahn-Netz (London Underground) sind vor allem Markenzeichen der Millionen-Metropole. Der Olympiapark soll nahe Stratford entstehen. Das Olympiastadion soll für über 80.000 Menschen Platz bieten. Außerdem plant London richtig hoch moderne Anlagen. Beginnend beim „Aquatic Centre“ (Schwimmstadion) aufhörend beim International Brodcast Center (Medienzentrum).

Damit sind zum ersten Mal seit 2004 wieder Olympische Sommerspiele auf europäischen Boden. 2004 fanden zuletzt Spiele in Athen statt. 2008 gastierten sie in Peking (China).
London plant so allerhand Sachen. Wichtig bei jeder Olympiade sind Nachhaltigkeit und finanzieller Gewinn bzw. dass man Verluste vermeidet. München schaffte den Spagat einfach perfekt. Das Olympiastadion wurde Heimat der Fußballvereine FC Bayern München und TSV München von 1860. Außerdem fanden reihenweise tolle Konzerte dort statt. Die Olympiahalle beiheimatet bis heute reihenweise Sportveranstaltungen wird aber auch als Konzertverantstaltungsort regelmäßig genutzt. Die Schwimmhalle kann man meines Wissens nach auch als privater Besucher „nutzen“. Also es ist jetzt ein öffentlich-städtisches Schwimmbad. Auch hier findet die eine oder andere sportliche Veranstaltung noch statt. Die Eissporthalle ist Heimat des EHC München.
Der Wildwasserkanal Augsburg wird heute noch genutzt bei Weltcup-Rennen. Er gilt heute noch als einer der schwierigsten Strecken der Welt.
Als Bayern und 1860 in die Allianz-Arena umzogen, wurde ein Vertrag unterzeichnet, der besagt, dass die nächsten 100 Jahre kein Fußballspiel mehr im Olympiastadion stattfinden darf. Dafür finden in der Allianz-Arena keine Kultur-Veranstaltungen statt.
München hat es geschafft, nachhaltig die teuren Sportanlagen zu betreiben. Wie es bei den anderen Städten aussieht, weiß ich nicht. Sydney hat sein Olympiastadion in reines Stadion ohne Laufbahn umgebaut. Alle Olympiastadien seit 1896 stehen heute noch. Was mich persönlich gewundert hat. Das Berliner Olympiastadion von 1936 wurde 2004 für einen dreistelligen Millionenbetrag renoviert. Neues Dach, alles neu, alles schick für die WM 2006. So wurde das Berliner Olympiastadion Finalort der Fußball-WM. 2009 wurden 74000 Menschen Zeuge als Usain Bolt seinen Fabelrekord von Peking 2008 nochmal unterbot.
Das Olympiastadion von Barcelona 1992 wird nur noch selten genutzt. Das Stadion von Atlanta 1996 (100 Jahre Olympische Spiele) wurde gleich eine Football-Arena verwandelt. Athens Olympiastadion von 2004 wird als Fußballstadion genutzt und war Finalort des Champions League Finals 2007.
Wie Peking seine Olympiaanlagen in Zukunft nutzen will ist unklar. Fast immer das gleiche Muster gibt es bei den Olympischen Dörfern. Hier werden alle Sportler und Journalisten sowie Funktionäre untergebracht. Die Wohnwelt der Sportler. Die Wohnungen im Olympischen Dorf von München wurden vermietet. Ähnlich machten es viele andere Olympiastädte.
Bei Winterspielen ist Nachhaltigkeit fast immer gewährleistet. Die meisten Alpinen Skipisten werden in den Weltcupkalender der einzelnen Sportarten aufgenommen. Die Stadien oder Hallen können ebenfalls nachhaltig genutzt werden.
London allerdings dürfte keine Probleme mit der Nachhaltigkeit bekommen. Die Millionenstadt beherbergt etliche Fußball-Profi-Klubs in der englischen Premier League. Alleine das schon ein Beweis dafür, das London eine Sportstadt ist.
London wird bestimmt tolle Spiele bieten. Die Millionenstadt kann ein ums andere Mal zeigen, was es kann. Noch sind es über zwei Jahre bis es wieder heißt: The olympic games going on.

Kommentar verfassen