PROlive – England-Deutschland sind schon ewige Welten

Ich gab bereits die Hoffnung auf, das meine Postkarte für meine Großeltern und für meine Mama überhaupt noch ankommt. Doch vor zwei Tagen, fast ein ganzes Monat nachdem ich die Karte weggeschickt hatte, kam sie in Deutschland an.
Beim ersten London-Trip am 4. August kaufte ich Postkarten, fünf an die Zahl. Eine für Mama, eine für Oma und Opa, eine für die Tante, eine für eine Freundin. Am gleichem Tag selbst, schrieb ich dann bereits einige Karte. Den Rest im Laufe der Tage. Die Postkarten warf dann MiPo am 8. August in London ein. Er war mit ein weiteren Pfadis bei einem London-Trip abends in der Stadt unterwegs.
Bereits am 15. August, fragt ich, ist die Postkarte angekommen. Eine Woche später meine Mama schon, die Karte kommt wohl nicht mehr. Dann schreibt mir MiPo eine Nachricht, die Hoffnung stirbt zuletzt, seine Postkarte, hat erst kürzlich den Empfänger erreicht. Dann unverhofft kommt oft, trudelt vorgestern die Postkarte aus London Town ein. Unfassbar!
Wie kann man sich erklären? Luftpost, wird gewartet, bis eine gewisse Menge an Briefen für´s Ausland erreicht wird. Briefpost? Komische Wege, werden da wohl bei der britischen Post gegangen, bis die Postkarte aus London nach einem Monat dann schließlich im Herzen Bayerns ankommt. Vielleicht wandert der Brief von London erst über Frankreich nach Bonn. In Bonn ist bis heute die Zentrale der Deutschen Post (bis 1995 in Staatshänden und Bundespost). Und wandert dann in die Zentrale Poststelle für Bayern, München-Freising, anschließend nach Ingolstadt oder Neuburg/Donau und landet dann in Karlshuld bei der Post. Keine Ahnung, aber es hat gedauert, bis die Karte ankam in Deutschland. Einfach Wahnsinn. Sogar die Karte aus der polnischen Hafenstadt Danzig (Gdansk) fand schneller den Postkasten meiner Eltern.

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