Ohne Zielsetzung: Oral übernimmt zum dritten Mal den FCI

Da ist er wieder. Tomas Oral übernimmt zum dritten Mal den FC Ingolstadt 04. Gestern vermuteten dies der Donaukurier und die Neuburger Rundschau. Heute wurde diese Vermutung durch den FC Ingolstadt bestätigt. Um 10:00 Uhr hielt Oral seine erste Einheit als neuer-alter Trainer beim FCI.

Eine klare Zielsetzung bekommt Tomas Oral nicht, so Michael Henke: „Tomas und Mark gehen die Aufgabe nicht mit der Zielsetzung eines Tabellenplatzes an, sondern mit dem Auftrag, das Team wieder dazu zu bringen, sich mit allen Mitteln gegen sämtliche Widerstände zu wehren und zurück in die Spur zu führen. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir dann wieder die Schanzer erleben werden, die wir heute und in der Zukunft sehen wollen.“ Damit bleibt für mich die Entlassung von Saibene weiter unklar. Denn eine offizielle Saisonzielsetzung gibt es seitens der sportlichen Führung immer noch nicht.
Oral selbst äußerte sich nachdem Relegationsrückspiel gegen Wehen-Wiesbaden mit folgenden Worten: „Für mich ist das hier beendet. Der Verein braucht neue Leute.“ Und da ist er nun wieder.


Die Aussagen bleiben vage und passen nicht zusammen, vor allem wenn man Orals Aussage in der Pressemitteilung betrachtet: „Es ist nun unser Job, ins Team hineinzuhören und an den richtigen Stellschrauben zu drehen, damit wir unsere Ziele erreichen können.“ Also Ziel ist scheinbar, die Mannschaft auf Kurs zu bringen, das Wort „Aufstieg“ wird aber nicht in den Mund genommen.

Der FC Ingolstadt gibt in der Kommunikation keine glückliche Figur ab. Und auch die sportliche Führung wirkt nicht klar in ihren Entscheidungen und Aussagen.
Zwar hat Oral in der vergangenen Saison es geschafft die Schanzer aus einer prekären Situation zu befreien, doch letztlich scheiterte die Mission Klassenerhalt am Relegationsrückspiel. Oral ist als Mann der klaren Worte bekannt, jemand der eine Mannschaft neu beleben kann. Doch über eine längere Dauer hat sein Erfolg nie angedauert. Auch diese Erfahrung machte der FCI bei seinem Engagement von Oktober 2011 bis 2013, als er sich am Ende mit dem Kapitän Stefan Leitl überwarf. Es bleibt nur zu hoffen, dass Tomas Oral auch auf junge Spieler setzt und so den eigentlich vorgebenen Weg des Vereins weiterverfolgt.


Der FCI schaffte die Aufholjagd auch dadurch dass der Plan A stets zündete. Als das Team im Rückspiel schließlich mit dem Rücken zur Wand stand, wirkte sie hilflos und planlos. Es bleibt abzuwarten, welche Spielweise Oral mit dem Team nun entwirft.

Unklar bleibt nach wie vor, welches Saisonziel die Schanzer verfolgen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verpflichtung Orals fruchtet. Sollte das Projekt schief gehen oder mit einer vorzeitigen Entlassung enden, geht weiter viel Vertrauen verloren. Denn der FCI hat innerhalb weniger Tage sämtliche Vorhaben: Konstanz, etwas aufbauen, Ruhe bewahren, über den Haufen geschmissen.

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