Endlich! Der zweite Sieg

Ein gutes Fußballspiel war es im Sportpark Ronhof nicht. Aber im Abstiegskampf ist das auch nicht entscheidend. Die Punkte sind wichtig. Ein Fußballspiel das irgendwie nur durch einen Foulelfmeter entschieden werden konnte. Aber wichtig sind vor allem zwei Sachen: die Schanzer haben zum ersten Mal seit dem 33. Spieltag der vergangenen Saison zu Null gespielt und feierten ihren zweiten Sieg der Saison. Den letzten Dreier holten die Schanzer zuhause am vierten Spieltag gegen Erzgebirge Aue. „Damals“ noch unter Stefan Leitl.

Noch viel wichtiger als der Sieg ist vor allem aber eine Erkenntnis. Die Schanzer haben endlich wieder eine Abwehr, die auch ihren Namen verdient. Paolo Otavio, Tobias Schröck und die Neuzugänge Mergim Mavraj und Björn Paulsen räumten alles ab, was zu abräumen gab. Besonders Mavraj viel mit einer sehr aggressiven Körpersprache gleich zu Beginn der Partie auf. Hier mal einen Balljungen angeprüllt, da einen Gegenspieler weggecheckt. Mavraj spielte aggressiv und war nicht umsonst der beste Zweikämpfer auf dem Seiten der Schanzer. Björn Paulsen ließ mal seine Torgefährlichkeit aus der schwedischen Liga aufblitzen, als er aus 16 Metern mal abzog und der Ball knapp über den Quergebalken flog. Offensiv war grundsätzlich wenig los in Fürth. Ab und zu sorgten Fürths Außen mal für offensive Gefahr. Allerdings waren dann meistens die letzten Bällen unpräzise. Philipp Tschauner war beschäftigungslos bei seinem Debüt. Der Mittelfeldriegel um Almog Cohen, Robin Krauße und Christian Träsch machte seine Aufgabe gut. Die drei Mittelfeldspieler waren in der Schaltzentrale zwar wenig im Zweikampfgetümmel unterwegs, dafür umso mehr im Bereich der Spielordnung. Ich empfand Cohen und Krauße recht unauffällig. Allerdings verteilten sie oft die Bälle, verteidigten gut den Raum und sorgten für Ruhe. Christian Träsch sorgte für den Aha-Effekt im zweiten Durchgang. Nachdem Dario Lezcano eine Flanke abtropfen ließ, zog er per Direktabnahme ab und verlangte so Fürths Torwart eine Glanztat ab.

Der negative Aha-Effekt war, dass Träsch dann runter vom Platz musste. Das Knie. Ende noch offen. Zum Ende des Spiels wurde es turbulent. Marvraj bekam eine Hand ins Gesicht, Elfmeter für die Schanzer. Den verwandelte Lezcano mit seinem typischen gefühlt zehnmal stoppen zum 1:0. Die Fürther sahen dann noch zweimal Rot. Einmal wurde Stefan Kutschke an der Außenlinie gefoult. Ein Platzverweis der allerdings viel zu hart war. Das Foul war zwar dunkelgelb, aber noch keine Rote Karte, zumal der Gegenspieler von der Seite kam und nicht stumpf von hinten reintrat. Die zweite Rote war absolut berechtigt. Hohes Bein gegen Krauße. Ganz egal ob Absicht oder nicht, der Fuß gehört da nicht hin. Fürth blieb weiter harmlos und so gewannen die Schanzer auch verdient mit 1:0. Ganz egal ob per Elfmeter oder sonst wie, jetzt zählen Punkte. Die Körpersprache stimmte, die Defensive stand gut. Weiter so, am Freitag zuhause gegen Magdeburg. Und endlich gibt es mal wieder einen Tag, wo die Leute sagen: „Hey die Schanzer haben gewonnen.“ Ja, das haben wir schon lange nicht mehr gehört.

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