Auswärtsfahrt #94: Eine bittere Pleite und tolle Erlebnisse

Für mich war klar, egal wie das Spiel ausgeht, es wird ein einmaliges Erlebnis ein Spiel im Westfalenstadion mitzuerleben. Über 80.000 Menschen im größten Stadion Deutschlands. Das, soviel war schon vorher klar, es könnte vielleicht das vorerst letzte Mal sein für unsere Schanzer.

Und so packten wir unseren sieben Sachen, nahmen frei und machten auf nach Westfalen. Auswärtsfahrt Nummer 94. Die fünfte in dieser Saison nach Köln, Leverkusen, Frankfurt und München. 

Am Freitag machten sich meine Freundin und ich mit dem Zug nach Dortmund. Wir verbanden das Dortmund-Auswärtsspiel dann noch mit einem Köln-Trip. Nachdem Hotel beziehen und dem Besuch des deutschen Fußballmuseums (siehe extra Beitrag) machten wir uns auf Richtung Westfalenstadion. Vom Hauptbahnhof, Richtung Stadion waren es mit der U-Bahn circa vier Stationen. Die U-Bahn war natürlich randvoll. Überall wimmelte es nur von Schwarz-Gelben. Mit den ein oder anderen führten wir Gespräche auf dem Weg zum Stadion. Angekommen im Stadion begaben wir uns in den großen Biergarten am Freibad neben dem Stadion. Dort „stärkten“ wir uns erstmal und hier kam es zu zwei durchaus lustigen Begegnungen mit BVB-Fans. Ein Fan meinte: „er habe noch nie FCI-Fans gesehen“ und bat seinen Kumpel kurzerhand um ein Foto mit uns. Diesen Wunsch stritten wir ihm natürlich nicht ab. Wenig später sprach mich ein BVB-Fan abermals an. Dieser wollte allerdings kein Foto mit mir oder mit meiner Freundin zusammen. Er wollte schlichtweg einen Pin von mir. Und jener befand sich auf meiner Mütze. Er wollte ihn mir sogar abkaufen. Er betonte er sammle von allen Bundesliga-Teams die Pins. Nur vom FCI fehlte ihm noch einer. Ich zögerte nicht lange und schenkte ihm, meinen FCI-Pin. Er freut sich sehr und versicherte uns: das er einen Ehrenplatz bekommt. Bereits kurz zuvor, aßen wir gemütlich unsere Pommes, als auf einmal ein Mann mittleren Alters auf uns zu kam. Er gab uns beiden die Hand und sagte freundlich: „Willkommen in Dortmund.“ Obwohl wir die einzigen Schanzer in diesem Biergarten waren, fühlten wir uns trotzdem sehr wohl. Was aber auch am Umgang der BVB-Fans mit uns lag. Danach machten wir auf in Richtung unsere Plätze. Bevor wir zum Eingangstor gingen, kauften wir noch das BVB-Magazin „Echo.“ In dieser Ausgabe erschien ein Kommentar von mir, zur aktuellen Lage des FCI in der Rubrik „Was sagt er denn“. Angekommen am Stadion hieß es erstmal Treppen steigen, Treppen und Treppen steigen. Endlich im Stadion waren wir überwältigt. Dieses Westfalenstadion ist größer als man es sich vorgestellt hat. Größer als im „Fernsehen“ und einfach mächtig und regelrecht erschlagend. Unsere Plätze befanden sich im Gästeblock, drei Reihen unter dem Dach. Wir konnten von unseren Plätzen die Südtribüne mit ihren 25.000 Menschen gar nicht sehen. Allerdings waren sie während des Spiels auch nicht sonderlich oft und sonderlich laut zu hören.

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Die Schanzer kämpfen und arbeiteten. Aber ein Tor wollte ihnen nicht gelingen. Bild: Roland Geier

Denn die Schanzer zeigten eins ums andere Mal eine tolle Leistung. Von Anfang an, versuchten die Schanzer auch offensiv mögliche Akzente zu setzen. Doch denn tappente die Schanzer in die Falle. Nach einen gut vorgetragenen Konter, netzte Aubameyang zum 1:0 ein. Dieses Tor fiel äußert einfach. Die Schanzer gerieten abermals in Rückstand. Und die Schanzer mühten sich ab, gaben Gas. Doch immer wieder waren Leckie und Lezcano vor dem Strafraum zu zögerlich. Aus Standards sprang zu wenig heraus. Dafür ging beim FCI mal aus dem Spiel heraus etwas. Und zwar einiges. Immer wieder kombinierten die Schanzer. Doch Leckie scheiterte immer wieder an den Defensivspielern des BVBs oder an der eigenen Abschlussschwäche. Lezcano wurde ein Elfmeter abgesprochen, nachdem ihn Torwart Bürki von den Beinen holte. In den Schlussminuten bäumten sich die Schanzer nochmal auf. Ein Punkt war zum Greifen nahe. Doch einmal schossen Leckie und Matip, deutlich über den Kasten. Wieder standen wir mit leeren Händen da. Wieder mussten wir am Sonntag auf die Konkurrenz schauen…

Den Schanzern wurde auch im Spiel in Dortmund die mangelnde Chancenauswertung zum Verhängnis. Sondern auch die mageren zwei Punkte aus den ersten zehn Spielen sind eine immer größere Hypothek. Ob es für die Schanzer ein drittes Mal im Westfalenstadion geben wird, bleibt weiter unklar. Wünschenswert wäre es.

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