Die Jagd auf die roten Bullen ist eröffnet

Es ist der wohl aktuell am meisten polarisierende Verein im deutschen Fußball. RasenBallsport Leipzig thront aktuell als ungeschlagener Aufsteiger an der Tabellenspitze der Bundesliga. Eine Tabelle auf der nicht der FCB ganz oben steht, ist nach den Serien-Meisterschaften ungewöhnlich und auch ungewohnt. Aber man hätte eher mit einem Tabellenführer namens Borussia Dortmund gerechnet. Jetzt haben es sich die Sachsen, großzügig gefördert von Red Bull ganz oben bequem gemacht. Dieses Wochenende schaut also Fußball-Deutschland wieder gebannt darauf, was denn die Leipziger so machen werden. Und dann kommt es auch zum Aufeinandertreffen von Tabellenführer und Tabellenschlusslicht. Die jungen, wilden, roten Bullen gegen die gegen den Abstieg kämpfenden Schanzer.

„Dort wo es an Spielermaterial und Geld, sowie der nötigen Infrastruktur, nicht mangelt“

Zweifelsohne kann und muss das „System“ RB Leipzig hinterfragt werden. Viele beäugen den Klub sehr kritisch oder gar mit Hass. Doch trotz alldem, Red-Bull-Millionen hin oder her, muss man die sportliche Leistung der Leipziger neidlos anerkennen. Die Leipziger spielen, einen ähnlichen Fußball als die Schanzer in der vergangenen Saison. Nur das Leipzig nochmal viel hochwertigeres Spielermaterial zur Verfügung hat, als die Schanzer. Leipzigs Stil ist ähnlich, was auch daran liegt, das ein gewisser Ralph Hasenhüttl dort jetzt trainiert. Der Österreicher, der wohl als beliebtester Coach, zumindest in seiner aktiven Zeit an der Linie, in die Vereinsgeschichte eingehen wird, hat sich entschlossen die Trainerbank zu wechseln. Von Ingolstadt ging es zu RB Leipzig. Dort wo es an Spielermaterial und Geld, sowie der nötigen Infrastruktur, nicht mangelt. Mit einem Banner „Lieber der Hofnarr von Rangnick, als König auf der Schanz“ wurde Hasenhüttl verabschiedet gen Leipzig. Doch wer bei RBL auf der Bank sitzt, ist vollkommen zweitrangig. Natürlich könnte es beiden Klubs in die Karten spielen, dass Personen in den Trainerstäben sind, die jahrelang zusammengearbeitet haben (Henke und Hasenhüttl). Doch letztlich wird dieses Spiel wieder in zwei anderen Sachen entschieden. Unser Team muss aus den Torchancen endlich Buden machen. Und sich von den Kontern und schnellen Angriffen der Leipziger, nicht aus der Reserve locken lassen. Es wird ein Ritt auf der Rasierklinge für Walpurgis und seine Jungs.

„Ein Tabellenführer bei dem man sich nicht sicher ist, ob er am Ende vielleicht ganz oben steht…“

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Gute Erinnerungen. Gegen RB Leipzig gab es am 34. Spieltag der Saison 2014/2015 einen 2:1-Sieg. Dieser sorgte für den Aufstieg in die erste Liga und die Meisterschaft.

 

Die Bilanz gegen die „roten Bullen“ aus Leipzig ist hingegen positiv. Zweimal trafen beide Teams in der zweiten Liga bisher aufeinander. Zweimal siegten die Schanzer. In Leipzig mit 1:0. Das 2:1 am letzten Spieltag ist bekannt. 0:1 Kaiser, 1:1 Leckie, 2:1 Championship-Winning-Goal durch Stefan Lex.

Und auch der bisherigen Saisonverlauf gibt den Schanzern, Recht. Gegen den FC Bayern gab es am Ende eine Niederlage. Ein Sieg wäre allerdings drin gewesen, angesichts riesiger Chancen. Gegen Dortmund spielten unsere Schanzer 3:3. Und nun kommt also RB Leipzig. Der neue Tabellenführer. Ein Tabellenführer bei dem man sich nicht sicher ist, ob er am Ende vielleicht ganz oben steht oder doch noch von den mit den Hufen scharrenden Münchnern noch eingeholt wird. Die Meisterschaftsfrage ist allerdings eine Frage, die uns nur minimal interessiert. Fakt ist, gegen Leipzig, ist etwas drin. In dieser Liga ist alles möglich. Das zeigt sich immer wieder. Am Samstag können also die Schanzer aufs Neue beweisen, dass sie in dieser Liga, mit jedem mithalten können.

3 Gedanken zu “Die Jagd auf die roten Bullen ist eröffnet

  1. Schöner Artikel. Und viel Erfolg mit dem „Roten Baron“, wie wir Maik Walpurgis hier im Westen etwas abschätzig zu nennen pflegten.

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