Schiri hin oder her. Der Köln-Auftritt macht keine Hoffnung auf bessere Zeiten 

Irgendwie reist man immer hoffnungsvoll zu Auswärtsspielen. In der Hoffnung das die Mannschaft einen erstklassigen Tag erwischt und irgendwie Punkte mitnimmt oder gar gewinnt. Und so ging die Reise am Samstag zur aktuellen Mannschaft der Stunde zum 1. FC Köln. Das die Kölner einen tollen Fußball spielen ist bekannt. Was aber nicht heißen muss, das man als Tabellen-17. gleich die Flinte ins Korn schmeißen muss. 

Nach der 1-2-Niederlage gegen den jetzt neuen Bayernjäger Nummer eins, Köln hörte man von den Verantwortlichen des FC Ingolstadt, man sei betrogen worden. Ja, richtig die Entscheidungen des Schiedsrichters waren falsch. Das 1-0 von Modeste hätte nicht zählen dürfen aufgrund einer Abseitsstellung und Leckie hätte einen Elfmeter bekommen müssen. Alles richtig. Aber nachdem Spiel wurde die Leistung der Schanzer, die jetzt Schlusslicht der Liga sind, schöngeredet. Es wurde sich versteckt hinter dem Betrug. Hervorgehoben wurde die defensive Kompaktheit der Schanzer. Mal eine Frage? Was habe ich dann für ein Spiel gesehen? Wohl ein anderes.

Die Schanzer standen gut, ja. Aber auch das nur bedingt. Das scheinbar forcierte Pressing sorgt bei richtiger Anwendung für Sicherheit und zermürbt den Gegner. Das war das Rezept der Schanzer in der vergangenen Saison. Und ist auch ein gutes Rezept um aus dem Keller zu kommen. Doch die Schanzer haben es nicht richtig angewandt. Freistoß folgte auf Freistoß. Foul auf Foul. Statt für Ruhe zu sorgen, folgten Standards. Sie blieben zwar ohne Folge. Aber Köln verfügt mit Modeste und Hector über Spieler die bei Standards gefährlich werden können. Das Tor von Modeste ja war Abseits. Hinterfragen muss man jedoch, wie es möglich ist, das Osako mit einem gelupften Steilpass gleich vier (!!!) Ingolstädter Defensivspieler überspielt und sich Modeste einfach lösen kann. Das wollte irgendwie keiner hören und sehen. Und das man einen Modeste, der klar zu einem der besten Bundesliga-Stürmer gehört, einfach unbeobachtet lässt, ist kaum zu erklären.
Die Schanzer hatten in der ersten Halbzeit des weiteren nur eine Torchance. Cohens Schuss aus der zweiten Reihe, klatsche an die Latte. Mutig und gut, aber eher Zufallsprodukt. Selbst in der zweiten Halbzeit als Köln mehr Räume ließ, waren unsere Schanzer nicht in der Lage, daraus was zu machen. Ein Elfmeter sollte dann Abhilfe verschaffen um zu verkürzen. Das dritte Tor in dieser Saison, in sieben Spielen. Davon der zweite Elfmeter. Ich lass mal diese Statistik einfach so im Raum stehen. Die Schanzer hätten auch aus dem Spiel heraus noch etwas bezwecken können. Und auch deutlich höher verlieren können. Alleine Modeste hatte noch zwei Tore auf dem Fuß. Der effzeh hätte die Partie früher entscheiden müssen. Das sich die Verantwortlichen dann den Schiedsrichter als Opfer suchen ist verständlich. Aber Einsicht gegenüber der eigenen Leistung gibt es nicht. Es wirkt eher verzweifelt als realistisch.

Die Leistung und der Tabellenplatz der Schanzer machen wenig Hoffnung auf eine Kehrtwende gegen Dortmund geschweigedenn Punkte. Es muss etwas passieren, sonst taumelt der FCI Richtung zweite Liga. Und zwar bald. 

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