Das war gar nichts – Ingolstadt präsentiert sich spielerisch mutlos

Das war nichts, einfach gar nichts. Vor über 5500 Zuschauern im Sportpark, präsentierte der FC Ingolstadt eine regelrecht schaurige Leistung. Offensiv kam von den Schanzern über die 90 Minuten fast gar nichts. Nachdem Spiel pfiffen Zuschauer die Mannschaft aufgrund der schlechten Leistung aus. Außerdem fielen die ersten „Oral-Raus“-Rufe. Die Stimmung bei den Schanzern ist am Tiefpunkt angelangt.
Tomas Oral stellte auf fünf Positionen um. Für die beiden gesperrten Spieler, Mijatovic und Caiuby spielten Biliskov und Korkmaz. Außerdem spielten da Costa (für Görlitz), Uludag (für Heller) und Lappe (für Micanski).
Das Spiel begann verhalten, doch Duisburg präsentierte sich in der ersten Halbzeit engagierter. Nach 16 Minuten traf Jovanovic nach einem kapitalen Defensiv-Bock der Schanzer per Seitfallzieher zur Führung. Die Schanzer waren weiter im eigenen Hause Statist und kamen nicht zum Zug. Duisburg trat weiter bissig vor allem im Zweikampfverhalten auf. Den Schanzern unterliefen in der Vorwärtsbewegung viele Abspielfehler. In der 33. Minute musste Özcan mit einer Parade einen Schuss von Koch klären.

Eigler und Lappe mangelte es an Bällen um für Gefahr zu sorgen. 

Auch nach der Halbzeit blieb das Spiel der Schanzer unverändert. Wenig Zweikampf-Bereitschaft, viele Fehlpässe und keine Ideen in der Offensive. Die Flügelzange Korkmaz und Uludag sorgte für keinerlei Gefahr. Beide verloren oft Bälle durch ihre überhasteten Einzelaktionen. Auch Christian Eigler und der engagierte Karl-Heinz Lappe irrten vorne umher und konnten für keine Gefahr sorgen. Weil die gefährlichen Bälle aus dem Mittelfeld auf sich warten ließen. Auch bei Standards zeigte der FC Ingolstadt seine Ungefährlichkeit. Gleich dreimal kam es nacheinander zur Ecke, weil die Duisburger immer wieder die schwach getretenen Ecken klären konnten. In der 53. Minute sah Roger, die Rote Karte. Er ging mit dem Ellenbogen in einen Zweikampf. Der defensive Mittelfeldspieler dürfte beim bekannten Strafmaß des Sportgerichts wohl mindestens drei Spiele fehlen. Danach ging ein kleiner Ruck durch die Ingolstädter Mannschaft. Sie wurden mutiger, konnten allerdings keine gefährliche Chance erspielen. Viele Anspiele gingen ins Leere oder wurden zu spät gespielt. Tomas Oral ließ sich lange Zeit für Wechsel. Erst in der 71. Minute wechselte er. Für den schwachen Uludag brachte er Stefan Leitl, der mit frenetischen „Leitl-Rufen“ von der Südtribüne empfangen wurde. Es kam spürbar mehr Zug in die Offensiv-Aktionen. Noch mehr Bewegung kam ins Offensivspiel der Schanzer als fünf Minuten vor Schluss Florian Heller für Pascal Groß eingewechselt wurde. Doch auch dieser Wechsel wurde zu spät getätigt. Die Schanzer verloren am Ende nach einer desolaten spielerischen Leistung verdient gegen den MSV Duisburg.
Angesichts der Situation von 33 Punkten stellt sich die Frage warum das Team nicht offensiver und befreiter nach vorne spielt. Jetzt ist eben die Zeit beherzter zu spielen und nicht zu taktieren. Den Zorn der Zuschauer haben sich die Spieler nachdem Spiel auch auf sich gezogen. Vor allen in den Zuschauerzahlen spiegeln sich die mäßigen Leistungen der Schanzer aktuell wieder. Einzig die Spiele gegen Kaiserslautern (1:1) und Jahn Regensburg (4:2) bleiben aufgrund der Ingolstädter Leistung nachhaltig in Erinnerung. Was die Zuschauergunst betrifft, rangieren die Schanzer aktuell auf Platz 16. Noch vor Ingolstadt stehen die Aufsteiger Jahn Regensburg und der VfR Aalen. Ob die Schanzer eine „volle Bude“ bei den Heimspiel gegen Hertha BSC erwarten können ist zu bezweifeln. Denn diese schlechte Leistung wird sich in den Köpfen der Zuschauer festsetzen.

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