Lautgesprochen – Kommentar zur Wahl des Wort des Jahres

Na, Weihnachten gut überstanden? Jetzt neigt sich das Jahr langsam dem Ende zu.
Zeit eine neue Rubrik zu begründen. Alle Posts die mit dem FC04 und Sport nichts zu tun haben, laufen nun unter der Rubrik „Lautgesprochen.“
Premiere hat heute die Rubrik mit dem Beitrag zur Wahl des Wort des Jahres und zum Jugendwort des Jahres. Dieser Kommentar erscheint am Donnerstag in der NR auf der Jugendseite

Jedes Jahr bringt seine Wörter in den Medien hervor. Wörter die man über das ganze Jahr immer wieder hört und irgendwann einfach nicht mehr hören kann. Und wie jedes Jahr, wird ein Wort des Jahres von Gesellschaft der deutschen Sprache gewählt und ein Jugendwort des Jahres von Langenscheidt-Verlag. Doch besonders das dieses Jahr gewählte Jugendwort ist für mich nicht die Nummer eins. „Swag“ bekannt durch einen Song von Snoop Doog, was so viel heißt wie lässig-coole Ausstrahlung wurde von der Jury auf den ersten Platz gewählt. Gefolgt von Fail / Epic Fail (grober Fehler, Versagen), guttenbergen (abschreiben) sowie Körperklaus und googeln. Körperklaus? Dieses Wort habe ich noch nie gehört. Das soll von uns Jungen stammen? Körperklaus ist für mich  genauso eine komische Erscheinung wie das Nivaeulimbo und Arschfax, die 2010 in der Liste auftauchten. Das wahre Jugendwort des Jahres 2011 ist wohl ganz klar fail / epic fail. Viele verwendeten dieses Wort sogar in ihrem täglichen Sprachgebrauch, andere nur in Facebook. Ich gehört zu jenen, die es auch im echten Leben verwendeten. An fail führt deswegen kein Weg vorbei. Das Wort Swag ist zwar eine Neuerscheinung, allerdings wird es kaum im Alltag verwendet. Deswegen ist die Wahl von Swag einfach ein fail! Googeln ist bereits seit Jahren ein bekanntes Wort im deutschen Sprachgebrauch, allerdings wird es mittlerweile von allen verwendet und nicht nur von jungen. Guttenbergen dagegen ist eine kreative Wortschöpfung. Bitter ist natürlich, dass ein Politiker, der normalerweise loyal sein sollte und ein Vorbild sein sollte, Anlass dafür gab. Die Wahl zum Wort des Jahres ist da schon ein bisschen nachvollziehbarer.  Hier gewann hebeln (Begriff aus der Euro-Krise), vorArabellion (ein Wort von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass die Arabischen Revolten bezeichnet), sowie Merkozy. Weitere Wörter waren u. a. Fukushima, Burnout, guttenbergen und Killersprossen. Ich hätte eher Burnout den Vorzug gegeben oder Killersprossen. Denn der Hebel beim Rettungsschirm in der Euro-Krise war nur ein paar Wochen in den Schlagzeilen. Interessanter wird was zum Unwort des Jahres gewählt wird. Letztes Jahr siegte alternativlos.

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