PROsports: Nur noch ein Wunder kann den FC Ingolstadt retten – 0:1-Niederlage in Nürnberg


(Fotos: Geier)

Wieder stand der FC Ingolstadt ohne Punkte da. Auch beim Derby-Knaller im Nürnberger Stadion verlor der FC mit 0:1.


Der FC Ingolstadt spielte vor einer Rekordkulisse: über 40.000 Zuschauer sahen das Derby in Nürnberg
Nachdem am Freitag zuvor der VfL Osnabrück sein Spiel in Wehen-Wiesbaden mit 0:1 gewann, betrug der Rückstand für den FC Ingolstadt auf einen Relegationsplatz schon fünf Punkte! Auf einen Nichtabstiegsplatz sind es bereits sieben Punkte Rückstand. Mit guten Vorzeichen ging man in das Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten Nürnberg. Mintal und Boayke, die treibenden Offensivkräfte waren gesperrt und auf defensiv fehlten einige Männer beim FCN. Der FC Ingolstadt spielte in seiner Vereinsgeschichte noch nie vor einer so großen Kulisse.

Der FC Ingolstadt 04 zog sich bereits früh zurück und lies Nürnberg frei aufspielen. Allerdings erarbeiteten sich die Franken keine Chancen. Erst in der 21. Minute kam der Club zu seiner ersten Chance. Klug vergab nach einem Steilpass vom Schweizer Gygax, die Chance zum 1:0. Michael Lutz hielt ohne Probleme. Ingolstadt lies den Bundesligaabsteiger weiter munter aufspielen. Die Ingolstädter zeigten nicht den Willen, in der 2. Bundesliga zu bleiben.

Der Ex-Nürnberger Stefan Leitl machte offensiv Druck, war einer kämpferisch besten auf dem Platz bei Ingolstadt

Die Spieler konnten einfach in Richtung Strafraum stürmen ohne von den Ingolstädtern gestört zu werden. Erst nach der Halbzeitansprache von Horst Köppel, wurde jene Schwäche besser. In der 23. Minute bekam der FC04 einen bitteren Nackenschlag verpasst. Nach einer Ecke, gewann Nürnbergs Reinartz das Kopfballduell gegen Markus Karl, der Ball kommt zu Dario Vidosic – Dreßler zu passiv, dreht sich weg. Und der „Jüngling“ schießt per Vollspann unhaltbar zum 1:0 für Nürnberg ein. Zwar stellte sich im nachhinein der Zweikampf zwischen Reinartz und Karl, als Foulspiel von Reinartz heraus, allerdings muss man diese Aktion nicht abpfeifen. Sören Dreßler, drehte sich beim Schuss von Vidosic weg, der frei abziehen konnte. Ingolstadt investierte nun mehr ins Offensivspiel, allerdings konnten sich die Schanzer keine Torchance in ersten Hälfte erarbeiten.


Das Spiel wurde interessanter nachdem Seitenwechsel. Allerdings setzte Nürnberg weiterhin die Akzente. Ingolstadt ging nun mutiger in die Zweikämpfe, doch immer wieder schlichen sich Stockfehler ein. Eigler hätte das Spiel entscheiden können, doch sein Schuss (62.) ging an den linken Pfosten. Fünf Minuten später hätte Vidosic nach einem Freistoß von Bieler, per Flugkopfball das 2:0 erzielen können. Die 3000 mitgereisten FC-Fans hätten fast den Ausgleich bejubeln können. Doch Steffen Wohlfahrts Schuss auf der linken Seite, verfehlte nur knapp das Tor (70.). Markus Karl schoss einmal knapp übers Gehäuse, auch hier hatten die Ingolstädter den Jubelschrei bereits auf den Lippen. Nürnberg bewies in den letzten zehn Minuten Nerven.

Dirigierte seine Mannschaft lautstark, bei seinem Debüt für Ingolstadt auf der Trainerbank. Denn die Schanzer machten nochmals Druck, konnten aber trotzdem dem Club nichts mehr entgegensetzen. Die Angriffsversuche verpufften. Gygax und Diekmeier hatten eine Minute vor Schluss abermals das 2:0 auf dem Fuß. Doch beide konnten ihre Chance nach einem Doppelpass nicht nutzen.
Nürnberg zeigte zwar keinen Gala-Auftritt, aber der Sieg ist verdient. Der Club bleibt damit weiter im Aufstiegsrennen. Die Chancen auf den Klassenerhalt für den FC Ingolstadt (17. /6 Siege – 9 Remis – 15 Niederlagen) sind noch minimal. Um noch eine kleine Chance zu haben, muss der FC04 die drei nächsten Spiele gewinnen. Wenn der FC Ingolstadt nicht gewinnt und Koblenz oder Osnabrück siegen. Beträgt der Rückstand auf den 15. Platz, zehn Punkte – auf den Relegationsplatz acht Punkte. Schritten enttäuscht in Richtung Stadioninnenraum: Ingolstadts Trainer Horst Köppel und Peter Jackwerth

Als nächstes muss der FC Ingolstadt gegen Rot-Weiß Ahlen ran (Hinspiel: 0:3). Der abstiegsgefährde FC04 braucht ein Wunder für den Klassenerhalt. Aber wie sagt, das Sprichwort: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

FC Ingolstadt 04: Lutz (3) – Schwarz (3,5), Wenczel (3,5), Neunaber (4,5), Fink (3) – Dreßler (5), Karl (5), Neuendorf (3,5) (63. Jungwirth/ 5), Wohlfahrth (3,5), Leitl (3,5) (82. Demir/-) – Lokvenc (5,5) (35. Rama/4)
Trainer: Horst Köppel

1.FC Nürnberg: Schäfer, Diekmeier, Maroh, Pinola, Bieler (82. Judt) – Reinartz, Risse (74. Reinhardt), Kluge, Gygax (89. Mnari) – Vidosic, Eigler
Trainer: Michael Oenning

Tore: 1:0 (23.) Vidosic nach Vorlage Reinartz
Zuschauer: 40118, Easy-Credit-Stadion Nürnberg

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