Das 25. Oberbayern-Duell zwischen dem FCI und den Löwen fand wieder vor einer stimmungsvollen Kulisse statt. Die Schanzer hatten am Ende mit einem 2:1 nach Nachsehen. Die Niederlage geht aufgrund der 90 Minuten vollkommen in Ordnung. Hier ein paar einzelne kleinere Geschichten rundum das Oberbayern-Duell.

Kaygin vs. Haugen
Wenn es gefährlich wurde bei den Teams waren Kaygin und Haugen beteiligt. Haugen beschäftigte die FCI-Abwehr permanent. Die FCI-Verteidigung brachte Haugen nie in den Griff. Und natürlich traf er zum 1:1. Kaygin zeigte bei seinem Führungstreffen seine ganze Klasse. Bisher konnte der Neuzugang nie dauerhaft seine Leistungen zeigen, da er immer wieder wegen Verletzungen zurückgeworfen wurde. Es war jedenfalls herrlich anzusehen, wie viel Klasse beide Spieler auf den Platz bringen.
Eisele vs. Haugen
Eisele ärgerte die Löwen-Fans nicht nur einmal. Immer wieder parierte oder klärte er mit seinen Reflexen Torchancen der Löwen. Seine Reflexe beim Herausgehen sind große Klasse. So entwickelte sich ein regelrechtes Privatduell. Höhepunkt war dann der Knockout von Haugen. Eisele schlug einen Ball weg und prallte mit Haugen zusammen. Eine Szene die die Löwen-Fans in Wut versetze. Haugen musste am Ende mit einer Blutung raus. Wie Löwen-Coach auf der Pressekonferenz mitteilte, verlor der Offensivspieler einen Zahn. Die Aktion ging Gott sei Dank noch recht glimpflich aus.

Volland vs. Scholz
Scholz versucht mit einem tierstehenden Kopf einen hohen Ball zu klären, Volland versucht ihn anzunehmen und räumt mit gestreckten Bein den Verteidiger ab. Volland bereits verwarnt, sah auf dem Weg zum Spielfeldrand die Gelb-Rote-Karte. Eine Entscheidung, die die Gemüter erhitzte, aber letztlich konsequent war. Für eine Rote Karte fehlte die Absicht, eine Gelbe war folgerichtig. Bitter jedenfalls, denn Volland sollte verletzt ausgewechselt werden.
Flitzer
Als wäre nicht schon genug passiert, stürmte noch ein Jugendlicher als Flitzer aufs Spielfeld und suchte scheinbar den Kontakt zu Keeper Eisele. Der Flitzer wurde von den Ordnern schließlich vom Feld geführt. Spätestens jetzt war dieses Spiel eine regelrechte unterhaltsame Zirkusnummer.
Bruch im Spiel
Bis zum 1:1 war ich positiv überrascht von der Mannschaft. Ich sah wirklich eine Entwicklung auf dem Platz. Doch mit dem 1:1 riss sich die Mannschaft die hart erarbeitete Führung mit dem Arsch wieder ein. Bis dato hatte der FCI das Spiel im Griff. Das Team stand zwar extrem hoch, ebenso die Löwen, jedoch konnte die Abwehr die Konter der Löwen wegverteidigen. Dem FCI gelangen viele Ballgewinne. Das 2:1 war dann der endgültige Bruch. Wieder verteidigte der FCI dilettantisch. Aus der Überzahl konnte der FCI dann nichts mehr machen, weil kein Spielfluss mehr aufkam und weil gegen die tierstehenden Löwen schlichtweg die Mittel und Ideen fehlten. Von der Bank konnte Wittmann auch nur schwer nachlegen. Der Kader benötigt dringend ein Update in der Winterpause, sonst wird es eng bis zum Saisonende.
Der FCI kann viele Erkenntnisse aus dem Spiel ziehen, doch jetzt sind nochmal dringend drei Punkte in Mannheim nötig. Nachdem Spiel hat der FCI nur zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. So richtig ehrlich schaut bisher beim FCI keiner auf die Tabelle. Die Mannschaft sei zu mehr fähig, hört man von überall. Doch am Ende ist Fußball ein knallharter Ergebnissport und die Tabelle spricht eine andere Sprache. Eine deutliche.
