Eine Defensive wie ein Kellerkind

Mehrfach war die Chance für die Schanzer in dieser Saison schon da, nach ganz oben durchzustoßen. Die Konkurrenz patzte regelmäßig, doch der FCI nutzte die Ausrutscher der Konkurrenz nie aus. Die Punkteausbeute aus der englischen Woche ist in Ordnung. Für einen Klub der aber aufsteigen will sind fünf Punkte aus drei Spielen zu wenig.

In der englischen Woche zeigte sich deutlich warum es diese Saison nicht mit der Rückkehr in die 2. Bundesliga klappen wird. Gegen Dortmund und Hannover II zeigte vor allem die Defensive enttäuschende Auftritte. Gegen Dortmund ließ die Defensive einen Solo-Lauf von Wätjen über den halben Platz zu. Beim 3:3 hoben Mladen Cvjetinovic und Elias Decker lieber den Reklamier-Arm als zu verteidigen. Das 3:3 brachte den FCI um den eigenen Lohn. Denn das Team kämpfte sich nach einem 0:2-Rückstand wieder in die Partie zurück.

Bilder: Roland Geier

Zwar verweisen die Spieler und Trainerin Sabrina Wittmann zu Recht auf die Breite der Torschützen im Team. Doch einem Rückstand hinterherzulaufen kostet unnötig Körner. Vor allem wenn die Saison immer länger wird und nun in die entscheidende Schlusskurve einbiegt. Die Offensive läuft in diesem Jahr. Die Abwehr ist jedoch mit 54 Gegentoren die eines Abstiegskandidaten. Offense wins games, defens wins championships.

Fünf Punkte in fünf verbleibenden Spielen aufzuholen ist nicht unmöglich, aber ein dickes Brett. Einen Ausrutscher darf sich die Wittmann-Elf gegen Osnabrück, Bielefeld, Wehen-Wiesbaden und Cottbus nicht mehr erlauben, wenn sie noch eine Chance auf den Aufstieg haben möchte. Mindestziel bleibt jedoch Platz vier. Dieser berechtigt zur Teilnahme am DFB-Pokal. Das Geld kann der Klub gut gebrauchen. Womöglich auch dafür um einen schlagfertigen Kader für die kommende Saison zusammenzustellen. Für einen Kader der hoffentlich dann mehr defensive Stabilität hat, als dieser.

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