Endlich ist es vorbei. Ein Blick auf die Personalien der Saison

Der letzte Abpfiff in der 3. Liga ist endlich ertönt. Der FCI beendet die Saison gesichert in Liga 3, nachdem man zeitweise der Regionalliga schon tief in die Augen schauen konnte. Zweifelsohne ist die Saison eine Grusel-Saison, die mal wieder alles Drama für eine typische FCI-Saison bereithielt: Trainerwechsel, Sportdirektor weg. Alles wie immer. Darüber hinaus gibt es noch ein paar Fokus-Personalien auf die ich schauen möchte:

Malte Metzelder

Nachdem Florian Zehe seinen Hut nehmen musste, durfte Metzelder bleiben und übernahm die komplette sportliche Verantwortung beim FCI. Der Kader der nun vergangenen Saison war also sein Kader. Auch die Verpflichtung von Guerino Capretti war unter anderem seine Entscheidung. Zu viel um an ihm festzuhalten. Metzelder zog die Konsequenzen und bat am 17. März um Vertragsauflösung.

Markus Ponath

Die Torwart-Position bleibt seit den Abgängen von Ramazan Öczan und Fabijan Buntic eine Position die für Kontroversen sorgt. Nachdem Marius Funk sich verletzte, durfte Markus Ponath – Funk vertreten. Er tat dies mit jugendlicher Unbekümmertheit und toller Souveränität. Funk dagegen patzte häufiger, wirkte unsicher und konnte sich erst zum Ende der Saison endlich stabilisieren. Funk wurde damals von Fürth nach Ingolstadt gelockt, mit dem Versprechen die Nummer eins zu sein. Die Nummer eins blieb er. Ob Michael Köllner in der neuen Saison einen offenen Kampf um die Nummer eins aufruft, bleibt abzuwarten. Funk hat sich zwar verbessert. Aber Ponath bleibt aber der Favorit der Fans.

Tobias Bech

13 Tore in 35 Spielen, trotz Durchhänger in der Hin- und Rückrunde. Tobias Bech hat bewiesen, dass aus ihm ein richtig Großer werden kann. Technisch stark, schnell und willensstark präsentierte sich der Däne bei uns. Wenn das Offensivspiel des FCI in der kommenden Saison strukturierter wird ihm das vielleicht zu noch mehr Toren verhelfen. Natürlich wird der Däne nun wahrscheinlich auf einigen Einkaufszetteln der Konkurrenz auftauchen. Der FCI muss alles daransetzen Bech zu halten.

Rüdiger Rehm & Guerino Capretti

Rüdiger Rehm begleitete den FCI mit in die 3. Liga. Dieses Konzept fuhr man bereits mit Maik Walpurgis. Hexer Maik musste die Koffer aber schon deutlich früher packen. Mit Rüdiger Rehm spielte die Mannschaft einen ganz vernünftigen Fußball. Doch die fehlende Konstanz und die eklatante Standardschwäche sowohl offensiv, als auch defensiv vermag Rehm nicht abzustellen. Der Tabellenplatz zur Winterpause blendete wohl die sportlichen Verantwortlichen die mit Rehm in die Restrunde ging. Doch nachdem einem katastrophalen Start und fehlender Verpflichtungen, musste Rehm den Hut nehmen. Die Hinrunde bei der das Team mit Glück vielleicht den oder anderen Punkt zu viel holte, rette letztlich uns den Arsch im Abstiegskampf.

Guerino Capretti kam mit der Referenz den SC Verl souverän in die 3. Liga geführt zu haben und dort offensiven Fußball spielen zu lassen. Offensiven Fußball wollte Capretti auch mit den FCI-Jungs spielen. Nur dumm, dass das Team eigentlich massive Schwierigkeiten in der Defensive hatte. Und für schnellen Offensivspielfußball grundsätzlich im Angriff und im Mittelfeld die Spieler fehlen. 10 Spiele, ein Sieg und ein Interview bei denen er den Fans das Urteilsvermögen absprach reichten um dieses Kapitel zu beenden. Der Gipfel des Ganzen war die Anti-Leistung der Schanzer gegen 1860 München! Capretti geht damit als zweitschlechtester Trainer in die FCI-Geschichte ein. Nur Andre Schubert war mit 0,33 Punkten pro Spiel noch schlechter.

Michael Köllner

1860 München, 1. FC Nürnberg und weit über zehn Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit. Also Köllner kennt Chaos-Klubs und hat Erfahrung mit Jugendspielern. Wenn das nicht mal ein Match ist. Köllner weiß auf was er sich eingelassen hat. In Ingolstadt findet ihr jedenfalls das ruhigste Umfeld von all seinen Stationen vor. Köllner ist sympathisch, klar und direkt. Er hat klare Vorstellungen wie er Fußball spielen will und hat das aus dem vergebenen Team noch das beste rausgeholt. Ich mag ihn und hab Hoffnung, das mit ihm etwas vorwärts geht. Aber mein innerer Trigger sagt schon wieder: Obacht gem, beim FCI sind schon ganz andere Trainer geflogen.

Pascal Testroet

Für die 700.000 Euro lacht sich der SV Sandhausen sicher heute noch ins Fäustchen. In 34 Spielen traf Testreot zehnmal. Das ist für einen FCI-Stürmer durchaus eine gute Bilanz. Bei Sandhausen traf er in 27 Spielen zehnmal. Doch irgendwie hatte man das Gefühl es passt nicht. Testroet kam auch nie richtig in den erhofften Flow. Machte Tore nicht, die welche sein müssten. In der Zeit war er unter Köllner außer Gefecht mit einer Wadenverletzung.

Verletzte ohne Ende

Ich habe nicht gezählt. Aber in der zweiten Saison in Folge hat der FCI maßig Muskelverletzungen. Das sollte reichen um die Sportlichen Verantwortlichen dazu zu bringen, in der Medizinischen Abteilung personelle Wechsel vorzunehmen.

Ein Kommentar zu „Endlich ist es vorbei. Ein Blick auf die Personalien der Saison

Hinterlasse einen Kommentar