Die besten Klassenkämpfer der Liga – warum die Schanzer drin bleiben

Totgeglaubte leben länger. Abgerechnet wird am Schluss. Alles gängige Floskeln im Abstiegskampf. Nachdem die Schanzer vor einigen Wochen noch am Boden lagen, sind sie nun auferstanden. Ein Sieg, ein Remis – so liest sich die Bilanz vom neuem Coach Maik Walpurgis. Der neue Trainer hat dem Team einen neuen Spirit gegeben, eine spielerische Idee und Konzept. Das hat sich auf dem Platz bemerkbar gemacht, insbesondere gegen den VfL Wolfsburg.

Man darf sich nicht blenden lassen von dieser Bilanz. Eine Niederlage in Bremen könnte die ganze Lage wieder ändern. Doch es gibt genügend Gründe, warum die Schanzer, egal was noch kommt in der Liga bleiben.

 

Die Schanzer können Abstiegskampf

Bevor Honig und Milch durch die Donau lief in der Bundesliga, kämpften die Schanzer nachdem Wiederaufstieg ständig gegen den Abstieg. Mal mit mir mehr, mal mit weniger Punkten. Allerdings gab es oft kapitale Fehlstarts. Am Ende landeten die Schanzer immer über beiden Strichen. Mal mit mehr, mal mit weniger Punkten. Auch hier war die Situation ähnlich, wie in dieser Saison. Kapitaler Fehlstart, Tabellenende, schlechte Auftritte. Dann Trainerwechsel und es ging sportlich aufwärts. Abstiegskämpfer von „früher“ befinden sich mit Marvin Matip und Moritz Hartmann noch im Team. Auch Pascal Groß lernte schon die Kehrseite der Medaille in Ingolstadt kennen. Die Erfahrung und der Glaube könnten in diesem Jahr den Schanzern noch viel bringen um das große Ziel, Klassenerhalt zu erreichen.

 

Ähnliche Spielweise wie im Vorjahr, nur unberechenbarer

Das Spiel der Schanzer ist sehr einfach. Pressing, verschieben, den Gegner zermürben und dann Konter fahren. Doch viele Mannschaften fanden in der vergangenen Saison kein Rezept dagegen. Die Schanzer galten als ekliger Gegner. Wenn nicht sogar als der ekligste. Gegen Wolfsburg deuteten die Schanzer wieder diese alte Spielweise an. Mit defensiver Disziplin wurde Wolfsburgs Offensive in Schach gehalten. In der Offensive spielten die Schanzer groß auf. Maik Walpurgis hat verstanden, das Team auf diese Spielweise wieder einzuschwören. Desweitern arbeitet er auch an mehr Variabilität in der Offensive. Diese Mischung soll dafür sorgen, dass unsere Schanzer unberechenbarer werden. Mit solch einer Einstellung und Taktik, können die Schanzer in einer ohnehin sehr ausgeglichenen Liga, gegen jedes Team Punkte holen.

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Er hat dem Team einen neuen Spirit eingehaucht: Trainer Maik Walpurgis. Bilder: Roland Geier

 

Die Aufgaben die 2016 noch kommen sind machbar

Die Bundesliga-Tabelle in diesem Jahr zeigt es wieder eindrucksvoll. Die Bundesliga ist unglaublich ausgeglichen. Die kommenden Gegner die uns noch erwarten sind machbar. Gegen Bremen muss ein Sieg her. Und auch RB Leipzig ist etwas drin. Danach geht es nach Leverkusen, die sehr inkonstant spielen und zum Abschluss der Hinrunde gegen den Sport-Club Freiburg. Alles keine Gegner die man im Vorbeigehen schlägt. Allerdings Gegner gegen die Punkte drin sind. Die Schanzer können sich wertvolle Punkte erarbeiten um befreit in der Rückrunde aufspielen zu können. Jeder Zähler der jetzt gesammelt wird, ist in der Rückrunde umso besser.

 

Bundesliga und FCI? Das passt!

Braunschweig, Fürth und Paderborn waren One-Hit-Wonder in der Liga. Nach ihren Aufstieg ging es gleich wieder runter. Die Schanzer haben diese erste Saison mit Bravur überstanden. Doch jetzt gilt es sich zu etablieren. Ungern schreibe ich es. Aber der Rivale aus der Fuggerstadt kann hier als Vorbild dienen. Die Augsburger sind mittlerweile eine gestandener Erstligist. Die Liga braucht auch so einen netten, bodenständigen Verein wie den FCI in der Liga. In Ingolstadt wurde über Jahre der Erfolg ausgebaut, auch die Infrastruktur ist großartig. Der FCI hat die Klasse, sich mittelfristig im Oberhaus zu etablieren. Jetzt gilt es allerdings erst den ersten kleinen Schritt zu machen, drin zu bleiben.

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Florent Hadergjonaj könnte einer der Neuzugänge werden, die sich dauerhaft einen Stammplatz erspielen. Hier im Zweikampf mit Julian Draxler.

 

Trotz der Abgänge ist das Team zusammengeblieben

Mit Benjamin Hübner, Danny da Costa und Ramazan Özcan verließen drei Spieler den FC04. Hübner war eine Säule in der Innenverteidigung und Özcan als Torwart, Lautsprecher und Führungsspieler. Diese Spieler haben, Lücken hinterlassen. Doch trotzdem ist der Kern der Mannschaft beisammen geblieben. Die Truppe die letztes Jahr reihenweise seine Gegner in den Wahnsinn trieb, hat das Fußball spielen nicht verlernt. Trotzdem müssen die Spieler mehr den je an ihre Grenzen gehen. Und die Neuzugänge müssen herangeführt werden und zeigen, dass sie feste Größen in der ersten Mannschaft werden können.

 

Die Schanzer können Abstiegskampf. Sie sind die besten Klassenkämpfer dieser Liga. Das werden sie noch unter Beweis stellen. Und dann können wir einen Vermerk machen mit „erledigt“ in der Akte: FC Ingolstadt Abstiegskampf 2016/2017.

 

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