PROscouts – Der letzte Teil der Serie, Polen-Großfahrt Teil IV das Jamboree

Nach dem 3-Tages-Hajk und dem Chill-Tag mussten wir unsere Zelte im Süden Polens „abreißen“ und dann gings in den Norden. Bis nach Kielce (550km). Die Planung war klar, spätentens um 18h oder 20h sollten wir da sein. Die Reise führte zum nationalen ZHP Poland Jamboree (mit über 10.000 Leuten). Doch die Planung wurde völlig über den Hafen geschmiessen. Ominöser Weise kurvte der Dreier-Truppe (Fahrer Philipp, Tobi und Moni) über kaputte Kreisstraßen und sogar über Feldwege. Bis wir dann irgendwann mal die Autobahn gefunden haben bzw. die Fahrer. Später holten wir dann noch den Jürgen ab. Der arbeitet nämlich beim Bauer in Schrobenhausen und flog von Malaysia nach Polen – um noch drei Tage Großfahrt-Feeling zu schnuppern. Dann ging es nach Kielce. Was uns auf der Autobahn auffiel. In Polen gibt es mitten auf der Autobahn Ampeln und Zebrastreifen, unglaublich. Dann kamen wir um 23.30h am Lagerplatz an. Wir mussten wohl gemerkt noch Zelte aufbauen + das riesige Küchenzelt. Um kurz nach Mitternacht konnten wir uns endlich in die Schlafsäcke verkriechen, gott sei Dank. Dieser Tag war nur schwer zu vergessen. Am Tag darauf mussten wir erst um 9.00h aufstehen. Nachdem mühsammen aufstehen, erkündigten wir erstmal den Lagerplatz. Unglaubliche Lagerbauten durften wir bestaunen, nette Leute sahen wir und ein tolles Jamboree. In Polen versteht man unter Jamboree was anderes. Dort wird ein Waldstück abgeholzt und in diesem Gebiet wird gezeltelt. Die Waldwege bilden die „Lagerstraßen“ und die Grünflächen sind die Verantstaltungsflächen. Allerdings kam dann der Schock zur Mittagszeit. Das Essen kam an mit einem „Catering-Service“. Ich sprach mit Pfadis aus Sonthofen und Bayreuth über das Jamboree und das Essen. Tja, ich sah genau das, was mir beschrieben wurde. In einer Styroporschachtel wurde das Essen angeliefert. Inhalt: Formfleisch (will hier nicht die Entstehung näher erläutern), Krautwickel mit Reisfüllung (das war einigermaßen essbar). Abends kochte unser Stamm selbst (danke) und das Frühstück wurde auch von uns gemacht. Der Tag darauf war der Free-Hugs and Love-Day. Erstmal Hugs sind Umarmungen. War echt der Wahnsinn. Tobi, David und ich taumelten durch die Lagerstraßen um zur Einkaufsstraße zu gelangen (dort sind Shops zu finden mit allmöglichen Zeug). Andauern umarmten mich fremde Mädchen einfach so, war unglaublich lustig. Sogar Küsschen gab es, auf die Wange. Aber es war unglaublich toll und alleine die gute Stimmung einfach der Wahnsinn. Abends fanden dann noch Spiele statt. Am letzten Tag nahm unser Stamm noch an diversen Aktionen teil. Schlamm-Rugby oder Seifenbahn-Hockey. Dann ging der Abschied los. Am Abend wurden unsere Zelte abgebaut. Dann gab´s die große Überraschung die eigentlich keine war. 10 Schachteln Familienpizza wurden geordert um mit einem vollen Magen zurück nach Deutschland zu fahren. Wahrscheinlich hatte diese polnische Pizzeria noch nie so einen großen Auftrag bekommen :). Diese Schachteln wurden alle weggeputzt. Nach dieser großen Brotzeit ging es in die Busse. Der Abschied von den polnischen Pfadis so auch von den deutschen viel sehr schwer. Dann ging die Heimfahrt los, doch diese Heimfahrt wurde dann plötzlich gestoppt – aufgrund einer Reifenpanne. Der rechte Hinterreifen vom Anhänger (mit dem ganzem Material) sprengte es voll gas. Die Fetzen hingen weg, nach einer Stunde Verzögerung (Pannenservice anrufen, Werkstatt finden usw.) Ging es weiter. Das einzige was ich noch mit bekam war, dass wir gegen 0.00h den letzten Stopp auf polnischen Boden machten zum Einkaufen. Es wurden nochmal alles ausgegeben. Alle Zlyotis im Geldbeute, mussten raus. Anders als bei der Hinfahrt konnte ich dann auch mal schlafen. Aufgewacht bin ich dann in Sachsen irgendwo zwischen Coburg und XY-Stadt. Dort betrat ich zum ersten Mal seit über 10 Tagen deutschen Boden. Das erste was ich kaufte war eine Tageszeitung. Mal sich wieder BILDen. Allerdings war nicht viel passiert in Deutschland. Wir waren zurück in Deutschland. Und die ganzen Ereignisse musste man erstmal Reveau passieren lassen. Polen war ein super Ereignis – viele Vorurteile wurden ausgeräumt und neue Eindrücke gesammelt. Was kann man ihr wohl noch zum Abschluss sagen? – auf nach England. Never Climb, Ever Rest, Stamm Totila

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