Vor dem Spiel gegen Holstein Kiel sagte Trainer André Schubert, es steigt nach diesem Spiel noch keiner ab. Das ist richtig. Absteigen wird am Freitag-Abend auch keiner, wenn die Schanzer in Aue antreten. Doch trotzdem ist das Duell richtungsweisend. Und zwar für beide. Es geht schlichtweg darum den Anschluss nicht zu verlieren.
Die Ausgangslage ist klar und gleichermaßen besorgniserregend. Das noch sieglose Tabellenschlusslicht Erzgebirge Aue (4 Punkte) erwartet die Schanzer (5 Punkte). Der Relegationsplatz, auf dem aktuell Sandhausen rangiert, ist drei Punkte weg. Der erste Nichtabstiegsplatz vier Punkte.
Drei Teams konnten in der 2. Bundesliga erst sieben Tore schießen, zwei davon heißen FC Ingolstadt und Erzgebirge Aue.
Es ist also der erste frühe ultimative Abstiegsgipfel. In den letzten beiden Spielen ließen sich bereits erste Verbesserungen feststellen. Das was auf dem Platz passiert, sieht mehr nach Fußball aus. Die langen Bälle gehören als einziges Stilmittel auf dem Platz der Vergangenheit an. André Schuberts Ansatz ist nun erstmal defensive Kompaktheit und Stabilität zu schaffen. Obwohl das Team auf Schalke drei Gegentore kassierte, wirkte die Defensive trotzdem sattelfester als in den Spielen zuvor. Die Viererabwehrkette und die Doppelsechs mit Rico Preißinger und Dennis Linsmayer sorgen für mehr Stabilität. Auch bei den Defensivstandards hat sich diese neue Sicherheit bereits bemerkbar gemacht. Gegen Holstein Kiel stand die Verteidigung stabil.
Offensiv wurde Dennis Eckert Ayensa auf den Flügel versetzt. Hier soll er sein Tempo ausspielen. Vor allem der Ehrgeiz ist ihm aktuell deutlich anzusehen. Ayensa wartet weiter auf sein erstes Saisontor und verliert ab und an seine Mitspieler aus den Augen. Gegen Kiel war die Offensive stets bemüht, allerdings wirkte vieles noch ein bisschen holprig. Verzogene Schüsse aus kurzer Distanz, ein Haken zu viel. Aber das Team hatte gegen die Störche stets die Spielkontrolle und agierte gut. Das macht Hoffnung. Daran muss jetzt Stück für Stück angeknüpft werden. Bei den defensiven Standards steht das Team, offensiv ist noch viel Nachholbedarf. Doch diesen Bedarf hat André Schubert bereits erkannt, der gerne darauf verweist, dass die Mannschaft auch nur maximal 24 Stunden arbeiten kann. Er aber den Trainingsbedarf bei den offensiven Standards auf dem Schirm hat.

Am Freitag wird uns wohl eine eklige Partie erwarten. Für beide Klubs geht es zwar nur im drei Punkte, aber auch um den Anschluss ans rettende Ufer. Im DFB-Pokal konnte der FCI, Aue bereits schlagen. Also Schanzer macht es nochmal. Egal wie!
