Sports² – Gut, aber nicht gut genug. Die Ära Wiesinger ist zu Ende

Dass beim FC Ingolstadt 04 die Trainer verschliessen werden, wie wo sonst nirgendwo, hat fast Tradition. Dieses Jahr musste Michael Wiesinger vorzeitig gehen. Vier Punkte aus elf Spielen, veranlassten den Vorstand samt sportliche Geschäftsführung zur Reaktion. Wiesinger wurde samt Co-Trainer Wolf freigestellt.
Michael Wiesinger kam für Horst Köppel in der letzten Drittligasaison. Hier schon das alte Problem, die Chancenauswertung. Trotzdem erreichte der FC04 die Sahne-Tordifferenz 72:46 (+26) aus 38 Spielen und stieg über den Umweg Relegation gegen Hansa Rostock auf. Michael Wiesinger ging mit dem FC Ingolstadt in die 2. Liga und müsste nun auch zwischen Köln und Ingolstadt aufgrund des Fußballer-Lehrer-Lehrgangs pendeln. An Wiesingers Stelle wurde Uwe Wolf (ehemaliger 1860-Trainer) verpflichtet um in Ingolstadt die Stange zu halten, wenn Wiesinger in Köln ist. Der Saisonstart verlief alles andere als brillant. Zweimal eine 1:4-Schlappe gegen Augsburg und Duisburg. Ingolstadt spielte zwar gut, lies aber vor dem Tor die Kälte vermissen um ein Spiel zu entscheiden. Das Problem, das die Schanzer seit Jahren schon haben. Schon beim ersten Zweitliga-Abstieg hieß es: oft schön gespielt, aber keine Tore geschossen und am Ende verloren. Wiesinger hob sich allerdings von seinen Vorgängern ab.

Standen bis zuletzt hinter ihrem Trainer: Die Spieler des FC Ingolstadt 04: Marvin Matip, Mattias Wittek, David Pisot und Sebastian Hofmann. 

 Thorsten Fink fungierte oft als großer Lautsprecher. Attraktiven Fußball, einstelliger Tabellenplatz. Er sprach vom vorzeitigen Klassenerhalt, als man nach der Hinrunde sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze hatte. Am Ende waren es sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Wiesinger blieb stets ruhig, hob nie ab. Selbst bei Siegen, wirkte er nie überschwänglich. Immer mit dem Blick Realität und Sachlichkeit, machte er seinen Job. Sein Team war stets fit und konnte über 90 Minuten Vollgas gehen. Jetzt musste Wiesinger gehen, aufgrund der fehlenden Abgebrühtheit seiner Spieler im Sturm.

Zum Verzweifeln: Ingolstadts Chancenauswertung war mehr als mangelhaft. 

Ob daran das ehemalige Trainergespann Wiesinger-Wolf Schuld hat, zeigt sich in wenigen Wochen, wenn Benno Möhlmann einige Spiele mit dem FC Ingolstadt 04 absolviert hat. Fakt ist, Wiesinger hat eine gute Arbeit in Ingolstadt gemacht, auch wenn sie zuletzt wenig Erfolg hatte. Er war vielleicht der ruhigste und sachlichste Trainer nach Außen, aber er machte seine Arbeit gut, wenn nicht zu gut, um Trainer des FC Ingolstadt zu bleiben. Wiesinger und Wolf wussten, wie das Fußballgeschäft tickt. Am Ende zählen eben Punkte und nicht die Schönheit des Fußballs.
Ihm kann man nur alles Gute wünschen. Im Fußball ist alles möglich. Und beim FC Ingolstadt 04 sowieso.
Viel Glück und Erfolg Michael Wiesinger und Uwe Wolf! Danke!

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