Leben² – alles komisch

Irgendwie ist diese Prüfungszeit komisch. Man hat zwar fast drei Tage schulfrei, ist aber trotzdem todmüde und steht genauso weniger gerne auf, als wenn Schule wäre. Man stellt sich um 08:00 Uhr den Wecker steht allerdings erst eine halbe Stunde später auf, weil man ja lieber schlafen möchte. Man ist zwar mit dem Referat fertig, denkt aber verzweifelt darüber nach, ob es für  die gewünschte Note reicht geschweige denn ob es denn wirklich so gut ist, wie man selbst sich einredet. Man wünscht seinen Mitschülern Glück für ihr Vorträge und selbst hofft man aufs beste. Szenarien-Malerei ist generell sowas wie mein Hobby. Man wird sehen was morgen passiert, beim Vortrag. Ist es ein Vorteil dass ich erst um 10:40 Uhr antreten muss? Oder ist es doch ein Nachteil, weil die Kommission Vergleiche ziehen kann mit Vorgängern? Letztendlich wird bei einem schlechten Referat eher verglichen, denke ich mal, als bei einem guten. Es wird sich zeigen was morgen passiert. Komischerweise hält seit dem Volksfest das schlechte Wetter eisern durch. Es regnet seit dem Volksfest-Wochenende. Lädt natürlich stark für das zuhause verweilen ein. Ich weiß ja nicht. Es wäre doch mal interessant für eine Studie zu erforschen, wie das Wetter bei Abschlussprüfungen in Karlshuld ist.
Nein im Ernst, solche Prüfungswochen verspüren schon ihren Charme. Noch liegt der Ausdruck meiner Referatsmappe auf dem Schreibtisch. Eingeheftet muss noch alles werden, weil es echt ein Batzen Papier ist. Schon dutzende Seiten wurden neu gedruckt werden, weil sich ein kleiner Fehler eingeschlichen hat. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und beim „besten Referat dass man je halten will“ darf und sollte man nichts dem Zufall überlassen.
Man läuft ja generell bei einem Referat Gefahr, manche Sachen zu vergessen beim Vortrag. In der Eile. Das ist mitunter ein schwieriger Punkt bei einem Referat. Auch der Faktor Zeit, zuhause einfach mal zehn Minuten gehalten, werden es in der Schule sieben Minuten. Die Zeit beträgt ja neun – zehn Minuten, Toleranz +/- eins.
So ein Prüfungsreferat ist schon ziemlich nervenaufreibend. Die Lehrer selbst können sich ja die Aufregung der Schüler nur schwer erklären. Vor allem beim Übungsreferat spricht man vor der ganzen Klasse, in der Prüfung vor zwei Lehrern, die man zumeist auch noch länger kennt. Doch trotzdem, alleine der Gedanke: Prüfung, lässt Schüler intensivst schwitzen, sie viel vergessen und völlig durcheinander wirken. Das Wort Prüfung macht den Unterschied. Und selbst die seligsten Glückwünsche von Eltern und Freunden sind dann wie weg gefegt wenn man mit dem Vortrag seines wohl „besten Referats“ beginnt, dass man je gehalten hat. Prüfungssituationen sind einfach abartig. Wichtig ist trotz der Aufregung kühlen Kopf zu bewahren und von seinem Werk überzeugt zu sein. Man kann sogar jedes schlechtes Referat durch einen einigermaßen guten Vortrag retten, so ist zumindest meine Meinung. Doch letztendlich macht das Gesamt-Paket es aus. Auch bei den Karten sollte man nicht zu kritisch bewerten. Letztendlich ist entscheidend, ob man oft auf die Karten geschaut oder nicht. Wer viel Text auf den Karten stehen hat und andauernd abliest, bei dem ist abwerten natürlich legitim. Wer hingegen scheinbar zu viel hat, also nur ein bisschen und nicht oft darauf schaut, den sollte man nicht abwerten. Weil die Karten ja nur eine Gedankenstütze sein sollen. Wer keine hat, läuft Gefahr einen totalen Black-out zu produzieren. Denn beim auswendig lernen war es immer so, fehlt ein Stück im Konstrukt, dann kippt der Turm und alles ist weg . . .
Mal sehen wie es morgen wird. Eins ist klar, alles ist komisch . . irgendwie . . .

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